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Eco Trend Upcycling in Kunst, Fashion und Interior Design

Joachim Rodriguez y Romero
Joachim Rodriguez y Romero
So., 22. Februar 2026, 15:39 CET

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In einer Welt, in der die Umweltbelange jedes Jahr massiv zunehmen, entstehen neue Lifestyle-, Wellness- und Modetrends, die sich durch ihren nachhaltigen Charakter auszeichnen.

Dies ist der Fall beim Upcycling (auch Eco-Cycling genannt), einem Trend, der nicht unbedingt ganz neu ist, aber im Jahr 2026 einen weiteren Höhenflug erlebt.

Getrieben durch Bewegungen wie Fridays for Future, zunehmende Umweltkatastrophen, die spürbaren Folgen der Klimaerwärmung und allgegenwärtige Diskussionen hat sich das Thema Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit ins Zentrum unseres täglichen Lebens geschoben.

Kaum ein Verbraucher, Produzent, Unternehmen, Künstler oder Designer kann sich der Thematik weiter entziehen. Der Schutz und Erhalt unseres blauen Planeten mit seinen komplexen Ökosystemen ist nicht länger optional, sondern zum Imperativ unseres Denkens und Handelns geworden. Und das ist gut so, schließlich ist es laut nicht weniger Expertenaussagen längst fünf vor zwölf.

Wer der Wegwerf-Konsum-Schleife aus Hersteller- bzw. Erzeugersicht den Rücken kehren möchte, versucht, bereits vorhandene Materialien und Ressourcen, die bestenfalls für eine Form des Recyclings vorgesehen waren, zu nutzen. Oft sollen diese Materialien durch Wiederverwertung neues Leben in wunderbaren, originellen und außergewöhnlichen Designs erhalten.

Aber ist Eco-Cycling tatsächlich immer nachhaltig? Wie funktioniert Upcycling eigentlich?

Beginnen wir von vorne…

Das Problem: Wegwerfmentalität in der Überflussgesellschaft

Lassen Sie uns nicht drum herum reden: wir leben in einer Wegwerfgesellschaft. Dinge landen oft vorzeitig oder unnötig im Müll, obwohl wir damit Ressourcen verschwenden und so die Umwelt schädigen.

Wir leben in einer Überflussgesellschaft, in der mehr Waren und Güter angeboten werden, als überhaupt notwendig sind. Hinzu kommt eine Lebenshaltung, die darauf ausgerichtet ist, das Bedürfnis nach Konsum und neuen Konsumgütern möglichst schnell und unmittelbar zu befriedigen.

Das permanente, scheinbar nie enden wollende Warenangebot führt dazu, dass viele Dinge zu früh weggeworfen oder entsorgt werden. Häufig wird gar nicht darüber nachgedacht, ob das gekaufte Produkt tatsächlich gebraucht wird.

Dem Konsumbedürfnis der Wegwerfgesellschaft kann die Wirtschaft und Industrie (also die Erzeugerseite) nur nachkommen, indem sie die Massenproduktion am Laufen hält. Natürliche Ressourcen wie Wasser, Energie und viele andere Rohstoffe muss sie dafür verschwenderisch einsetzen.

Diese Ressourcenverschwendung geht unweigerlich mit der Ausbeutung unseres Planeten und massiver Umweltverschmutzung einher.

Papiermüll wartet auf Recycling
Papiermüll wartet auf Recycling
Foto von Etienne Girardet @etiennegirardet, via Unsplash

Die Probleme der Wegwerfgesellschaft werden vor allem in der Textilindustrie – aber auch bei Möbeln, Deko-Objekten u.v.m. ersichtlich.

Der Artikel „Gegen die Wegwerfgesellschaft: Das hilft“ bringt die Zusammenhänge, sowie deren Auswirkungen für Natur und Mensch gut auf den Punkt.

Erfreulicherweise lässt uns die Autorin Annika Reketat aber damit nicht im Regen stehen, sondern liefert sinnvolle, nachvollziehbare und vor allem für alle umsetzbare Ratschläge, um einen eigenen Beitrag zu leisten.

Wie konnte es zur Wegwerfgesellschaft kommen? Ein kleiner Exkurs

Die Wegwerfgesellschaft hat ihren Ursprung in der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, als im Zuge der westlichen Industrialisierung die Massenproduktion ins Rollen kam. Gegenstände konnten günstiger produziert und verkauft werden, wenn sie aus minderwertigeren Materialien und in Serie hergestellt wurden. Die geringere Lebensdauer und die logische Konsequenz daraus, Produkte nun immer häufiger kaufen zu müssen, wurden zum „Fundament“ für wirtschaftliche Stabilität und Wohlstand.

Dieser auf Massenkonsum ausgerichtete Lebensstil schwappte zwischen den 1950er und 1970er Jahren von den USA über den großen Teich nach Deutschland herüber.

Heute ist die Wegwerfgesellschaft in den Ländern des Globalen Nordens fest etabliert. Billig- und Massenproduktion haben sich durchgesetzt und mithilfe von geplanter Obsoleszenz lässt sich das Wachstum antreiben.

Die Fast-Fashion-Industrie setzt Obsoleszenz nicht nur mithilfe minderwertiger Materialien um, sondern auch, indem sie einen neuen Trend nach dem anderen kreiert und bewirbt. Gleichzeitig werden selbst für hochwertige Produkte keine Ersatzteile mehr bereitgehalten, damit man sich immer wieder neue Produkte kaufen muss. Ein prominentes Beispiel dafür sind nicht reparierfähige, fest verbaute Akkus in Smartphones.

Die gute Nachricht: es gibt alternative Wirtschaftskonzepte und Konsumverhalten, um der Wegwerfgesellschaft effektiv etwas entgegenzusetzen. Sie zeichnen sich durch eine Besinnung auf Sparsamkeit, materielle Freiheit, Achtsamkeit, Wertschätzung und die Erkenntnis aus, dass Gegenstände oft einen viel höheren Preis haben, als auf dem Preisschild ausgewiesen.

Vintage Upcycled Steampunk Camera Tripod Edison lamp
Vintage Upcycled Steampunk Camera Tripod Edison lamp
Johnny Briggs @johnnyboylee, via Unsplash
Upcycled retro telephone lamp
Upcycled retro telephone lamp
Johnny Briggs @johnnyboylee, via Unsplash

Neben Frugalismus, Minimalismus, und Achtsamkeit kommen hier auch Second-Hand und Upcycling ins Spiel.

Was ist Upcycling?

Upcycling ist eine Reihe von Techniken, die abgenutzte, gebrauchte oder beschädigte Gegenstände, Kleidung und Materialien wieder zum Leben erwecken, indem sie in ein qualitativ hochwertigeres Produkt umgewandelt werden.

Mit anderen Worten: Es macht aus alt neu, aber besser. Daher die wörtliche Bedeutung des Begriffs Upcycling „Recycling nach oben“.

Der Unterschied zwischen Upcycling und Recycling besteht hierin: Upcycling ist im Gegensatz zum Recycling ein ästhetisch ansprechenderer Transformationsprozess, der dem Endprodukt einen Mehrwert verleiht. Ein recyceltes Produkt erfordert das Eingreifen von Fachleuten, da es Energie verbraucht, aber nicht von einer höheren Qualität als das Originalprodukt profitiert.

Und manchmal macht Upcycling viel mehr, als nur zu verändern: Es erfindet sich neu …

Es kann eine echte Neugeburt des Produkts zu einer revolutionären Art der Verwendung sein, manchmal sehr weit vom ursprünglichen Gebrauch entfernt.

Nehmen wir als anschauliches Beispiel eine Glasflasche, die als originelle Vase neu erfunden wurde; ein Surfbrett, das nun sein neues Dasein als Couchtisch feiert, alte Kisten als Regale oder Möbelstücke, bunte Kleidung (oft Patchwork) aus verschiedenen Stoffen (oder Stoffresten).

Das ist die Seele von Upcycling! Getreu dem Sinnspruch des französischen Chemikers und Naturwissenschaftlers Antoine Laurent de Lavoisier:

Nichts geht verloren, nichts entsteht, alles verwandelt sich.“

Tatsächlich kann alles upgecycelt (oder heißt es eher „geupcycelt“) werden. Ein bisschen Inspiration, Kreativität und Fantasie… und das war’s!

Jeder kann Upcycling ausprobieren.

Flüchtiges Strohfeuer oder gekommen, um zu bleiben? Ein kurzer Blick zurück

Um besser zu verstehen, ob es sich beim Upcycling um eine vorübergehende Modeerscheinung oder um eine nachhaltige Kehrtwende beim Denken handelt, reisen wir mal knapp 3 Jahrzehnte in die Vergangenheit zurück – mithilfe eines Artikels des INDEPENDENT: „Upcycling: is this eco trend here to stay?“ aus der Feder der Interior Design Expertin Emily Jenkinson.

1994 offenbarte Reiner Pilz vom deutschen Technologieunternehmen Pilz GmbH in einem Interview mit Thornton Kay von Salvo seine Abneigung gegenüber dem damals vorherrschenden Recycling:

Ich nenne es Downcycling. Sie zertrümmern Stücke, sie zerstören alles. Was wir brauchen, ist Upcycling, bei dem alten Produkten mehr Wert und nicht weniger Wert verschafft wird.“

„Upcycling“ ist seit diesen Jahren in den Neunzigern das Schlagwort der Einrichtungs- und Modebranche.

Laut Angus Middleton, dem damaligen Direktor der Umweltberatung Renaissance Regeneration und Gründer von ecoboom.co.uk (nicht länger aktiv),

wird er jedoch oft fälschlicherweise als sexy Bezeichnung für die Renovierung alter Möbel verwendet, ein bisschen wie ‚pre-loved‘ statt Second-Hand oder ‚moderne Antiquität‘ statt Schrott. Es sollte sich darauf beziehen, die Bestandteile eines überflüssigen Objekts zu nehmen und daraus ein neues, nützliches Objekt zu schaffen, unter der Reduzierung des Einsatzes von Neuware.“

Abseits des üblichen PR-Geredes und Corporate Greenwashings einiger Unternehmen kann man retrospektiv festhalten, dass es immer mehr Designer, Hersteller und Kreative gibt, die echtes Upcycling betreiben.

Upcycling bedeutet, dass Nachhaltigkeit ein fester Bestandteil des Objekts und des Lebensstils ist, zu dem es gehört. Außerdem schürt es kreative Prozesse, d.h. es hilft uns dabei, alltägliche Dinge auf eine vollkommen neue Art und Weise zu sehen.

Upcycling als Teil eines nachhaltigen Trends

Wie eingangs angesprochen sind Umweltthemen zu einem gewichtigen Teil des kollektiven Bewusstseins der Gesellschaft geworden. Gewohnheiten ändern sich und auch Praktiken: Wir vermeiden Verschwendung, wir sortieren und trennen unseren Müll und versuchen, unseren Abfall zu reduzieren.

Upcycling kommt also genau zur richtigen Zeit. Durch die Verwendung alter Materialien werden die Nutzung neuer Rohstoffe und die Produktion von Abfällen weitgehend vermieden. Nichts soll weggeworfen werden.

Der Trend erscheint als ökologische Alternative zum Überkonsum. Und durch die Schaffung neuer, oft einzigartiger Produkte verleiht Upcycling diesen einen seltenen und exklusiven Charakter – eine Eigenschaft, die vielen weltweit exportierenden Marken durch Standardisierung verloren gegangen ist.

Internationale Marken, die Upcycling verstanden haben

Immer mehr Menschen lassen sich von Second-Hand-Produkten zu einem Kurswechsel in ihrem Shopping-Verhalten verleiten. Ist die Ära der Fast Fashion bald vorbei?

Wahr ist, dass Second-Hand-Läden, Flohmärkte und Vintage-Shops seit einiger Zeit einen regelrechten Aufschwung erleben. Vinted, die Verkaufs- und Tauschanwendung für gebrauchte Kleidung und Accessoires, ist mit ihren 37 Millionen Nutzern weltweit Anfang 2021 ein Nachweis für diese globale Begeisterung.

Ein Markt mit nahezu unbegrenztem Potenzial. Einige Vertreter aus Branchen rund um Dekoration, Design und Mode haben die Zeichen der Zeit verstanden und die sich ihnen bietenden Möglichkeiten ergriffen, das Aus-Alt-Mach-Neu-Konzept rundum auf den Punkt zu bringen.

Beispiel für Eco Fashion Design: Lolo Zouai in der "Tag"-Pants" für die Kid Super NYFW SS2020 gemacht. Handgefertigte Jeans mit über 500 handgenähten Tags
Beispiel für Eco Fashion Design: Lolo Zouai in der „Tag“-Pants“ für die Kid Super NYFW SS2020 gemacht. Handgefertigte Jeans mit über 500 handgenähten Tags
Foto von Utopia By Cho @chomoda, via Unsplash

Auch Luxusmarken setzen auf Upcycling. Prominente Modehäuser wie Coach, Hermès, Balenciaga oder Miu Miu haben Eco-Cycling-Stücke herausgebracht, ja sogar ganze Kollektionen nach dem Second-Hand-Konzept.

Jules Lennon, die die Modeinitiative bei der Ellen MacArthur Foundation leitet, einer Organisation, die sich dafür einsetzt, durch Design Abfall und Umweltverschmutzung zu eliminieren, sagte in einem CNN Artikel, dass diese Art der Neugestaltung enorme Vorteile haben könnte, um die Abfallmengen und die Umweltressourcen zu reduzieren, die in die Einzelhandels- und Modeindustrie fließen.

Inspirierende Beispiele für nachhaltige Fashion & Accessoires:

The Sorry Girls

Kelsey MacDermaid und Becky Wright, die online als The Sorry Girls bekannt sind, beweisen mit ihren Inhalten, dass man stilvoll sein kann, während man umweltbewusst handelt. MacDermaid stellte sich ihr makelloses Hochzeitsoutfit vor und fand es dann gebraucht auf Facebook Marketplace. Wright möbelte ihr Wohnzimmer im Mid-Century-Modern-Stil, ganz in Übereinstimmung mit dem Rest ihres neuen Hauses, nur mit Secondhand-Stücken ein.

Viele der Videos von The Sorry Girls behandeln das Thema Upcycling: den Prozess, weggeworfene oder bereits vorhandene Materialien zu nutzen, um ein Produkt zu erstellen, das Sie suchen, anstatt es neu zu kaufen.

La vie est belt

La vie est belt ist eine Accessoires-Marke, die alte Fahrradreifen und -schläuche wiederverwertet, um sie in ultra-modische Gürtel zu verwandeln.

La vie est belt ist eine Accessoires-Marke
La vie est belt – auf Instagram: @la_vie_est_belt

Friendly Frenchy

Friendly Frenchy stellt 100% verantwortungsvolle Sonnenbrillen aus Muscheln her. Austern- und Jakobsmuscheln werden von Restaurantbesitzern gesammelt und dann in schicke und elegante Sonnenbrillen verwandelt.

Sie finden diese Brille bei Seed, dem ersten 100% ethischen und nachhaltigen Optiker in Belgien.

Friendly Frenchy stellt 100% verantwortungsvolle Sonnenbrillen aus Muscheln her
Friendly Frenchy – auf Instagram: @friendlyfrenchy

Atelier Extramuros

Atelier Extramuros ist eine sozial und ökologisch engagierte Marke, die Möbel aus Bauholz oder Holz aus Abfallsortieranlagen entwirft und herstellt. Die recycelten Materialien verwandeln sich in einzigartige, maßgeschneiderte Möbelstücke für Unternehmen.

Atelier Extramuros ist eine sozial und ökologisch engagierte Marke, die Möbel aus Bauholz oder Holz aus Abfallsortieranlagen entwirft und herstellt
Atelier Extramuros – auf Instagram: @atelier_extramuros

MamaAfrika

Martina Zenker aus Düsseldorf betreibt mit ihrem Projekt MamaAfrika einen fairen Handel mit einzigartigen, handgefertigten Produkten. Sie gibt Frauen in vielen Ländern Afrikas Arbeit und verkauft die gefertigten Produkte in Deutschland und anderswo zu fairen Preisen.

Im südlichen und östlichen Teil Afrikas arbeiten Hunderte Frauen in mehr als 40 Werkstätten für faire Löhne – sie sichern damit ihre Existenz und die ihrer Familien. Gleichzeitig werden traditionelle afrikanische Techniken bewahrt und weitergegeben. Und die Ergebnisse können sich wirklich sehen lassen.

Beispiele sind ein Warzenschwein und viele weitere afrikanische Tiere als Skulpturen aus recycelten Blechdosen. Besonders beeindruckt hat mich ein voll funktionsfähiges, optisch außergewöhnliches Radio aus recycelten Dosen und Draht.

mama afrika spiritwork - more than upcycling products
mama afrika spiritwork – more than upcycling products (Screenshot, © MamaAfrika)

Entre 2 Rétros

Entre 2 Rétros ist eine Marke, die umweltfreundliche und stilvolle Taschen, Gepäckstücke und Accessoires aus Upcycling-Materialien wie Leder, Autostoffen und Sicherheitsgurten herstellt. Jede Kollektion ist ein einzigartiges Kunstwerk, das in limitierter Auflage gefertigt wird.

Entre 2 Rétros ist eine Marke, die umweltfreundliche und stilvolle Taschen, Gepäckstücke und Accessoires aus Upcycling-Materialien herstellt
Entre 2 Rétros – auf Instagram: @e2r_paris

LorryBag® Eco von Halfar

Der Taschenexperte Halfar verschafft ausrangierten LKW-Planen eine zweite Chance, um auch nach ihrem Erstdasein weiter „On the Road“ zu bleiben und einem stolzen Besitzer einer Lorrybag Eco viel Freude zu bereiten. Das nahezu unverwüstliche PVC-Material ist nicht nur wasserfest, sondern verleiht der Tasche auch einen ansprechenden Look.

LORRYBAG® ECO
LORRYBAG® ECO
LORRYBAG® ECO HOCHFORMAT
LORRYBAG® ECO HOCHFORMAT

Sie lassen sich wahlweise auch mit vielen Kunstmotiven und -logos bedrucken und transportieren so ideal das Image des jeweiligen Kunstevent-Veranstalters.

Übrigens ist Halfar Mitglied im ÖKOPROFIT®-Netz NRW. Diese Initiative hat sich die Verbesserung der Ökobilanz auf die Fahnen geschrieben. Hierbei fördert sie die kreative Zusammenarbeit von Unternehmen, Kommunen und Experten, um innovative Lösungen zu entwickeln.

Maria Mayer

In einem Beitrag des Bayerischen Rundfunks aus dem TV-Magazin „Zwischen Spessart und Karwendel“ aus dem Jahr 2023 wurde über eine Textildesignerin vom Ammersee und ihre Färbetechnik mit heimischen Pflanzen berichtet. Die Textildesignerin Maria Mayer lebt mit ihrer Familie in Diessen am Ammersee und färbt dort nach jahrhundertealter Tradition Stoffe mit heimischen Pflanzen.

Sie gibt auch ganz besondere Kurse im Upcycling gebrauchter Kleidung – inklusive Modenschau. Marias chilenischer Mann ist Metallkünstler. Gemeinsam mit ihren Töchtern haben die beiden einen besonderen Ort am Künstlersee geschaffen.

Qdebouteilles

Qdebouteilles erfindet Weinflaschen neu. Die Marke verwandelt sie in dekorative Objekte und bringt einen Hauch von Originalität in unser Zuhause. Vasen, Eierbecher, Gläser und Kerzen sind die Flaggschiff-Produkte.

Qdebouteilles erfindet Weinflaschen neu
Qdebouteilles – auf Instagram: @qdebouteilles

Upcycling in der Kunst – Kreative aus aller Welt setzen auf das nachhaltige Konzept

Kaleidoscope - 2020 Coastal microplastic flatlay 120x100 cm von Dan Lewis
Kaleidoscope – 2020 Coastal microplastic flatlay 120×100 cm von Dan Lewis
Foto von dan lewis @fieldsofgold87, via Unsplash

Zitiert man den Philosophen Odo Marquardt, dann gibt es für den Künstler seit jeher keine Zukunft ohne Herkunft.

Den Kern des heutigen Upcyclings findet man auch schon in den Ready-mades von Marcel Duchamps und den Dadaisten. Duchamps “Bicycle Wheel” (1913), ein Vorderrad und eine Gabel, die an einem gewöhnlichen Hocker befestigt sind, oder sein “Fountain” (1917) (ein gewöhnliches, in einem Baumarkt gekauftes Urinal) gehören zu den Ikonen dieser Kunst.

Dasselbe gilt für Pablo Picassos “Stierkopf” (1942), der aus einem gebrauchten Fahrradlenker und Sattel erbaut wurde.

Der kreative und intelligente Umgang mit bereits vorhandenem Material ist augenscheinlich eine breiter werdende Strömung der Gegenwartskunst. Sie hält unserer Wegwerfgesellschaft den Spiegel vor und thematisiert das Ressourcenbewusstsein einer jungen, neuen Generation, so die deutsche Verlegerin und Publizistin Christiane Goetz-Weimer im Artikel „Keine Zukunft ohne Herkunft – Upcycling ist eine Herzunft“.

Der erste Upcycling-Kunstpreis, der über 1000 Einreichungen aus vielen Ländern Europas umfasst und ein Best-of im Internet präsentiert, bietet einen spannenden Überblick.

Hoffnungsfroh stimmt die Tatsache, dass die allermeisten Einreichungen eine enorme Potenz zeigen, die im schon vorhandenen Material steckt. Mehr Infos zu den Einreichungen und den Preisträgern (inkl. Publikumspreis) gewährt das Zentrum für Zirkuläre Kunst in Lübz über ihre Website unter zirkulaere-kunst.de.

Zentrum für Zirkuläre Kunst in Lübz
Zentrum für Zirkuläre Kunst in Lübz (Screenshot)

Interessante Kandidatinnen, die eine nähere Betrachtung verdienen, sind etwa die Mecklenburgerinnen Ramona Seyfarth und Daniela Melzig. Seyfarth hat Schnipsel alter Werbeprospekte zu einem Teppich umgeformt, auf dem Gäste dann herumtreten und ihn so immer wieder verändern und entwickeln.

Melzig hat alte Fenster verarbeitet, Eric Weiser (Leipzig) hat weltweit alte Fußbälle zerschnitten und neu zusammengefügt, auch Reflektoren zu Installationen geformt und Matchbox-Autos plattgepresst und sie als „Insekten“ ausgestellt.

Ebenso spannend waren mehrere Kunstmaschinen von Willi Reiche (Bonn), ein Pixelbild aus Plastik-, Snicker- und Mövenpick-Resten von Gudrun Staiger & Rudi Beutinger (Stuttgart). Das Pixelbild wurde mit dem Namen “Äthiopien” getauft und setzt eindrucksvoll einen visuellen Kontrast zu Überflussgesellschaft und Hunger.

Wieso Kunst gegen Müll? Diese Frage stellte sich auch das monumentale Projekt #ZEROWASTEART mit Wanderausstellung, das 2019 begann. Es präsentierte dazu eine Ausstellung, die als Impulsgeber für eine nachhaltigere Auseinandersetzung mit unserer Ressourcenverwendung wirken will.

Müll konsequent reduzieren, den eigenen Konsum minimieren und gleichzeitig diesen „Verzicht“ als Bereicherung erleben – das ist die Philosophie der Projektorganisatoren hinter der interaktiven Kunstausstellung von Zero Waste.

Ich bin über diesen Kunstpreis hinaus auch noch auf weitere bemerkenswerte Kreative und deren Eco-Projekte gestoßen, von denen ich hier ein paar gesondert erwähnen möchte:

Die globale Wucht: „The Thinker’s Burden“ von Benjamin Von Wong (2025)

Wenn wir über „bemerkenswert“ sprechen, führte im Jahr 2025 kein Weg an Benjamin Von Wong vorbei. Der kanadische Künstler ist bekannt dafür, Umweltthemen in monumentale Bilder zu gießen. Im August 2025 enthüllte er in Genf, pünktlich zu den Verhandlungen über das globale Plastikabkommen (INC-5.2), sein neuestes Meisterwerk: „The Thinker’s Burden“.

  • Das Projekt: Eine sechs Meter hohe Skulptur, die Rodins berühmten „Denker“ zitiert. Doch statt aus Bronze besteht diese monumentale Figur aus einer wilden, aber präzise kuratierten Melange aus Plastikmüll und Elektroschrott – den Überresten unserer Konsumgesellschaft.
  • Der Clou: In Von Wongs Version hält der Denker ein Baby im Arm und sitzt auf einer „Mutter Erde“, die unter dem Gewicht von Einwegplastik fast erstickt.
  • Warum es so relevant ist: Es zeigt, dass Upcycling-Kunst 2026 nicht mehr „kleinteilig“ sein muss. Von Wong nutzt die Ästhetik des Mülls, um eine visuelle Dringlichkeit zu erzeugen, die in sozialen Medien viral geht und gleichzeitig in den Institutionen der Macht ernst genommen wird. Das ist „Artivismus“ auf höchstem handwerklichem Niveau.

Der Berliner Lokalmatador: Das „Haus der Materialisierung“ & „Seeds of Change“ (2024/2025)

Möglicherweise direkt vor Ihrer Haustür – am Alexanderplatz, aber mit tiefen Wurzeln in der Kreuzberger Kreativszene – hat das Haus der Materialisierung (HdM) im Rahmen des Projekts „Seeds of Change“ 2025 Maßstäbe gesetzt.

  • Das Projekt: Das HdM ist kein klassisches Museum, sondern ein „Zentrum für zirkuläre Kunst und Kultur“. 2024 und 2025 entstanden hier in Kooperation mit Kollektiven wie ConstructLab begehbare Rauminstallationen, die komplett aus „Urban Mining“-Beständen bestehen.
  • Die Umsetzung: Statt neues Material im Baumarkt zu kaufen, wurden Rückbauten von Berliner Großbaustellen (Aluminiumprofile, Glasfassaden, alte Messestände) in ästhetische, fast futuristische Galerie-Module verwandelt. Das Projekt gipfelte in einer Ausstellung, bei der die Kunstwerke selbst wieder Teil des Materialkreislaufs wurden – nichts wurde nach der Finissage weggeworfen.
  • Warum es so relevant ist: Dieses Projekt definiert den „Berlin-Stil“ der nächsten Jahre. Es geht um radikale Transparenz. Für eine Galerie in Kreuzberg ist dieser Ansatz Gold wert: Es zeigt Ihren Besuchern, dass die Wände, auf die sie schauen, und die Podeste, auf denen die Kunst steht, selbst eine Geschichte erzählen. Es bricht die sterile „White Cube“-Atmosphäre auf und ersetzt sie durch eine narrative, nachhaltige Textur.

Artur Bordalo, genannt Bordalo II

Upcycling-Kunst im Großformat: Der portugiesische Künstler Artur Bordalo, genannt Bordalo II, gibt den Verlierern unserer Wegwerfgesellschaft eine Stimme. Er fertigt überlebensgroße Tiere aus Müll. Seine sogenannten Trash-Murals beeindrucken durch ihre Authentizität und starke Botschaft gegen Plastikmüll.

BORDALO II und seine Trash Murals auf Instagram
BORDALO II und seine Trash Murals auf Instagram – @b0rdalo_ii

Christopher Fennell

Der US-amerikanische Künstler Christopher Fennell erbaut architektonische Skelette aus Müllobjekten. Er verwandelte etwa alte Scheunenbretter in überdimensionale Kiefernzapfen und ausrangierte Baseballschläger in einen Bogen. Zu sehen ist dieser in einem Park in Atlanta, Georgia.

Christopher Fennell Künstler im öffentlichen Raum, der in ortsspezifischen Installationen mit recycelten Elementen arbeitet
Christopher Fennell – Künstler im öffentlichen Raum, der in ortsspezifischen Installationen mit recycelten Elementen arbeitet – auf Instagram – @fennellchristopher

HA Schult

Ein ganzes „Volk aus Schrott“ („Trashpeople“) hat der deutsche Künstler HA Schult geschaffen. Er presste dafür rund 1.000 mannsgroße Figuren aus alten Blechdosen und schickte die bizarren Müll-Skulpturen auf eine Reise um die Welt; vom Matterhorn, über die Pyramiden von Kairo, Gorleben, Rom, Paris, Moskau und Barcelona bis auf die Chinesische Mauer im Jahre 2002.

Earthship Biotecture

„Earthships“, zu Deutsch etwa „Erdenschiffe“, nennt man Wohnhäuser, die mithilfe von recycelten Materialien gebaut werden. Ihre massiven Wände bestehen aus alten, mit Erde gefüllten Autoreifen – so nutzen die Architekten von Earthship Biotecture das natürliche Potential von Erde, Wärme zu speichern.

Earthship, das sich noch im Bau befindet
Earthship, das sich noch im Bau befindet
Innenraum eines Earthships
Innenraum eines Earthships
Foto von Jenny Parkins, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Der Clou: „Earthships“ sind von den großen Stromversorgern und damit von umweltschädlichen und fossilen Ressourcen wie Öl oder Kohle unabhängig, da sie sich weitgehend selbst versorgen: So wird etwa Wasser mithilfe von Sonnenlicht erwärmt.

„Carnaval de Basura“ von Eduardo Abaroa & „Soziale(s) Plastik“ von Gerhard Baer

Upcycling in Mexiko-Stadt: eine Megastadt, eine schier beispiellose Masse an Plastikmüll, eine deutsch-mexikanische Kulturkooperation, zwei Künstler, zwei Künstlerprojekte, viele Partizipationsideen.

Die beiden Künstler beteiligen im Sinne der „Inventive Art Participatio“ Vorschulkinder und Pädagogen an der Sammlung und Gestaltung von Plastikmüllmaterialien.

Eduardo Abaroa realisierte 2010 im Rahmen seines Werkes „Carneval de Basura“, das in der vom Goethe-Institut und der UNAM initiierten Ausstellung „Residual“ stattfand, einen partizipativen Werkanteil mit Oberstufenschülern und Vorschulkindern. Seine Idee, aus PET-Flaschen Dinosaurier zu kreieren, inspirierte Kinder und PädagogInnen.

Gerhard Baer öffnet mit „Soziale(s) Plastik“ seine künstlerische Praxis für Laien und stellt Möglichkeiten des Gemeinsam-Werdens zur Verfügung. Dabei verlegt der Künstler sein Atelier, seine Arbeitsweise und seine Maschine, die Polyethylenmüll zu einem formbaren Rohstoff erhitzen kann, in den Alltag der Teilnehmenden.

Und noch ein leuchtendes Beispiel aus der Architektur: Markus Heinsdorff

Wenn wir über die Speerspitze der Upcycling-Kunst sprechen, kommen wir an einem Namen nicht vorbei: Markus Heinsdorff. Während viele Künstler Müll als bloßes Material für Skulpturen nutzen, geht Heinsdorff einen radikalen Schritt weiter. Er verlässt den geschützten Raum der Galerie und begibt sich dorthin, wo Design über Leben und Würde entscheidet.

Heinsdorff nennt seine Arbeit „Installation-Architektur“. Er sucht nicht nach dekorativen Lösungen, sondern nach Antworten auf die drängendsten Fragen unserer Zeit: Wie bringen wir Millionen von Menschen unter, ohne den Planeten endgültig zu ersticken?

Die Philosophie: Vom Abfall zum „Eigentum“

In den letzten zwei Jahren (2024–2026) hat Heinsdorff seine Projekte in afrikanischen Metropolen und ländlichen Regionen massiv vorangetrieben. Sein Ansatz ist so simpel wie genial: Er nutzt das, was die Globalisierung als Müll hinterlassen hat, und verwandelt es in lokale Architektur.

  • Das Material-Scouting: Heinsdorff sieht in einem Haufen PET-Flaschen oder ausrangierten Paletten kein Problem, sondern ein „Rohstofflager“. In seinen Projekten in Ländern wie Südafrika oder Ghana nutzt er Kunststoffabfälle, die vor Ort oft tonnenweise ungenutzt herumliegen.
  • Low-Tech, High-Impact: Seine Architektur-Projekte basieren auf einfachen Steck- und Verbindungssystemen. Er entwickelt Prototypen, die ohne teures Spezialwerkzeug von der lokalen Bevölkerung nachgebaut werden können. Das ist gelebtes Empowerment.

Ein konkretes Beispiel: Das „Plastik-Haus“ der Zukunft

Eines seiner bemerkenswertesten Projekte der jüngeren Zeit nutzt gepresste Kunststoffabfälle als Isolations- und Bauelemente.

  1. Die Struktur: Er entwirft filigrane Gerüste (oft aus Bambus oder Restholz), die extrem stabil und dennoch leicht sind.
  2. Die Hülle: Die Wände bestehen aus upgecycelten Materialien – oft eine Kombination aus Drahtgeflecht und gefüllten Plastikflaschen oder gepressten Kunststoffplatten.
  3. Das Klima-Wunder: Durch die Luftschichten innerhalb der Plastikabfälle entsteht eine natürliche Isolierung. In den glühend heißen Regionen Subsahara-Afrikas sorgt das für ein Raumklima, das herkömmliche Wellblechhütten wie Backöfen aussehen lässt.

Upcycling: ein anhaltender Trend?

In einer Gesellschaft, in der das Bewusstsein für die Auswirkungen unserer Handlungen auf die Umwelt in unserem täglichen Leben wächst, wird auch das Thema Upcycling weiter an Bedeutung behalten.

Es handelt sich um eine achtsame und umweltbewusste Konsumpraxis, die jeder für sich selbst und sein Shopping-Verhalten leicht übernehmen kann. Das Konzept ist bereits seit vielen Jahren sehr beliebt und hat bereits Millionen von Menschen überzeugt und in glühende Anhänger verwandelt.

Daher müssen Lifestyle-Marken den Trend auch weiterhin sehr genau beobachten. Es ist eine echte Alternative zum Wegwerfkonsum und zur Fast Fashion.

Aus diesen Gründen bin ich überzeugt, dass Upcycling auch in Zukunft ein wesentlicher Bestandteil unserer Konsumgewohnheiten verbleiben wird.

Allerdings sehe ich auch Grenzen dieses Trends, um in der Breite der Bevölkerung auf ausreichend Gegenliebe und Akzeptanz zu stoßen. So wird sich dadurch nicht die Problematik unserer Müllberge in den Griff bekommen lassen. Vielmehr besteht die Gefahr, dass Eco-Cycling letztlich ein kleines Randgebiet bzw. Nischenphänomen bleibt.

Wünschenswert wäre natürlich ein kompletter Sinneswandel bei Konsumenten und Produzenten gleichermaßen. Das ist aber wohl – zumindest für den Moment – noch etwas zu idealistisch und hochgestochen.

Aber man wird doch mal ein bisschen von Utopia träumen dürfen 🙂

Inhaber und Geschäftsführer von Kunstplaza. Publizist, Redakteur und passionierter Blogger im Bereich Kunst, Design und Kreativität seit 2011.
Joachim Rodriguez y Romero

Inhaber und Geschäftsführer von Kunstplaza. Publizist, Redakteur und passionierter Blogger im Bereich Kunst, Design und Kreativität seit 2011. Erfolgreicher Abschluss in Webdesign im Rahmen eines Hochschulstudiums (2008). Weiterentwicklung von Kreativitätstechniken durch Kurse in Freiem Zeichnen, Ausdrucksmalen und Theatre/Acting. Profunde Kenntnisse des Kunstmarktes durch langjährige journalistische Recherchen und zahlreichen Kooperationen mit Akteuren/Institutionen aus Kunst und Kultur.

www.kunstplaza.de/

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Graffiti-Kunst / Street Art ist eine urbane Kunstform, die sich im Laufe der Zeit entwickelt hat. Es begann in den 1970er Jahren in New York City, als Künstler begannen, Graffiti auf öffentlichen Gebäuden und U-Bahn-Waggons zu sprayen. Seitdem hat sich die Graffiti-Kunst in viele verschiedene Richtungen entwickelt.

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Gartengestaltung & Landschaftsarchitektur

Rubrik für Gartendesign, Outdoor Dekoration, Gartengestaltung, Gartenskulpturen und Landschaftsarchitektur.

In der heutigen Zeit gewinnt das Thema Gartendesign und Landschaftsarchitektur immer mehr an Bedeutung. Immer öfter wird der Garten als Erweiterung des Wohnraums betrachtet, weshalb auch die Outdoor Dekoration eine wichtige Rolle spielt.

Doch nicht nur optisch soll der Garten überzeugen – er sollte auch funktional sein und den Bewohnern einen Ort bieten, um sich zu entspannen oder gemeinsam mit Freunden und Familie Zeit im Grünen zu verbringen.

Eine gelungene Gartengestaltung kann dabei helfen, diesen Ansprüchen gerecht zu werden. Dabei geht es jedoch nicht nur darum, schöne Pflanzen auszuwählen oder passende Möbel aufzustellen.

Vielmehr muss ein Gesamtplan erstellt werden, in dem alle Elemente harmonisch miteinander verbunden sind.

Ganz besonders beliebt als Kunst im Garten sind aktuell auch Gartenskulpturen verschiedener Art: Ob moderne Skulpturen aus Metall oder klassische Steinfiguren – sie setzen besondere Akzente im grünen Ambiente und können so zum Blickfang für Besucher werden.

Wer also seinen Außenbereich neu gestalten möchte oder einfach nach Inspiration sucht, ist hier genau richtig!

In unserer Rubrik finden Sie zahlreiche Ideen rund um das Thema Gartendesign sowie Tipps von Experten zur Umsetzung Ihrer eigenen Vorstellungen.

Konzeptkunst

Bei der Konzeptkunst handelt es sich um eine künstlerische Stilrichtung, die in den 1960er Jahren vom US-Künstler Sol LeWitt geprägt wurde (im englischen Sprachraum: Conceptual Art).

Die Ursprünge der Konzeptkunst liegen im Minimalismus (engl.: Minimal Art), und mit ihr werden die Theorien und Tendenzen der abstrakten Malerei weiterentwickelt.

Das Besondere an dieser Stilrichtung ist der Umstand, dass die Ausführung des Kunstwerks von untergeordneter Bedeutung ist und nicht durch den Künstler selbst erfolgen muss. Im Vordergrund stehen Konzept und Idee, die für die künstlerische Arbeit als gleichwertig erachtet werden.

In dieser Rubrik des Kunstblogs finden Sie zahlreiche Beiträge und Inhalte rund um diesen Themenkomplex sowie zu Vertretern, Ausstellungen und Trends.

Von Kunst leben

Ein Grundbedürfnis eines jeden künstlerisch schaffenden Menschen dürfte es wohl sein, von seiner Kunst leben zu können.

Um die eigene Existenz zu sichern, ist es unabkömmlich, mit Kunst Geld zu verdienen. Tatsächlich können heutzutage – entgegen der mehrheitlichen Wahrnehmung – viele Künstler von ihrem kreativen Schaffen gut leben. Dennoch ist eine überwiegende Mehrheit aller freischaffenden Künstler noch auf weitere Einnahmequellen (z.B. Kurse geben, Auftragsarbeiten, Nebenjobs, usw.) angewiesen.

Die Anerkennung als Künstler bringt oft noch keine unmittelbare finanzielle Sicherheit mit sich. Daher sind Künstler auch oft gleichzeitig Lebenskünstler.

Die Möglichkeiten, von der eigenen Kunst leben zu können, sind durch das Internet und die sozialen Medien allerdings stark gewachsen. Als Künstler muss man jedoch vielseitig und flexibel sein, um Erfolg zu haben. Auch ein gewisses Maß an Durchhaltevermögen ist essentiell.

Kundenpflege und Selbstmarketing sind ebenfalls wichtige Säulen für den Erfolg als Künstler.

In dieser Rubrik tragen wir zahlreiche Beiträge, Informationen, Tipps und Ratschläge zusammen, die Ihnen dabei helfen sollen, von Ihrer Kunst zu leben.

KI Kunst – Kunst und künstliche Intelligenz

In dieser Magazin-Rubrik finden Sie zahlreiche Berichte und Artikel rund um den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) in Kunst, Design und Architektur.

Dabei geht es nicht nur um die Frage, wie KI in diesen Bereichen eingesetzt werden kann, sondern auch darum, welche Auswirkungen dies auf das kreative Schaffen hat.

Denn während einige Experten davon ausgehen, dass der Einsatz von KI zu einer Revolution in Kunst und Design führen wird, gibt es auch Stimmen aus der Branche selbst, die skeptisch gegenüber KI-Kunst und KI-gestützten Bildgeneratoren sind.

Ein frühes Beispiel aus dem Jahr 2016 für den Einsatz von KI in Kunst ist das Projekt „The Next Rembrandt“. Hier wurde eine Software entwickelt, die anhand von Datenanalyse ein neues Gemälde im Stil des niederländischen Malers erstellt hat – ohne menschliches Zutun.

Das Ergebnis war überraschend realistisch und zeigte schon damals deutlich das Potenzial dieser Technologie.

Was bedeutet diese Entwicklung für traditionelle Handwerkskünste? Werden sie überflüssig oder können neue Möglichkeiten geschaffen werden?

Diese Fragen beschäftigen viele Menschen innerhalb und außerhalb der Branche gleichermaßen.

In jedem Fall bietet uns die Verbindung zwischen Kunst und künstlicher Intelligenz spannende Einblicke in mögliche Zukunftsszenarien.

Wir laden Sie herzlich dazu ein sich mit uns gemeinsam auf Entdeckungsreise zu begeben!

Kunstlexikon und Glossar

Wie jeder Themenkomplex hält auch die Kunst eine Fülle von fachspezifischen Begrifflichkeiten, Ausdrücken, Abkürzungen und Fremdwörtern bereit.

In dieser Rubrik möchten wir Ihnen immer wieder mal ein paar der wichtigsten und geläufigsten Begriffe näher bringen.

Sie werden hier eine Reihe an Informationen, Definitionen, liturgischen Termini, Hinweisen, gebräuchlichen Fachausdrücken und deren Abkürzungen sowie Begriffe der Kunsttheorie, Kunstgeschichte und Kunstphilosophie kennen lernen und vertiefen können.

In unserer sich fortlaufend erweiternden Kategorie "Kunstlexikon" liefern wir Ihnen Antworten auf Fragen wie "Was versteht man unter Art Brut, Tape Art, Makramee, Performance Art oder Konzeptkunst?"

Kunstepochen

In der Kunst erfolgt die Einteilung von Künstlern und Kunstwerken in Stilepochen. Diese orientieren sich an gemeinsamen charakteristischen Merkmalen der Kunstwerke und Kulturerzeugnisse eines Zeitalters.

Die Einteilung in Epochen dient als ein Hilfsmittel zur Strukturierung und Einordnung von Werken und Künstlern in einen zeitlichen Rahmen und ein kulturgeschichtliches Geschehen.

Zu den wichtigsten Kunstepochen zählen beispielsweise Antike, Romantik, Gotik, Renaissance, Barock, Biedermeier, Impressionismus, Expressionismus, Jugendstil und Pop Art …

Das Wissen um Kunstepochen spielt eine große Rolle insbesondere im Kunsthandel sowie in der Kunsttheorie und der klassischen Bildanalyse.

In dieser Rubrik des Kunstblogs möchten wir Ihnen zu einem besseren Verständnis rund um diese Epochen, Stilrichtungen und Strömungen verhelfen.

Kunststile und Stilrichtungen

Der Kunststil oder auch die Stilrichtung bei Kunstwerken bezeichnet die einheitliche Ausprägung der Kunstwerke und Kulturerzeugnisse eines Zeitalters, eines Künstlers oder einer Künstlergruppe, einer Kunstrichtung oder Kunstschule.

Es handelt sich hierbei um ein Hilfsmittel zur Einordnung und Systematisierung der Vielfalt von Kunst. Er bezeichnet Übereinstimmendes, das sich von anderen unterscheidet.

Der Begriff ist thematisch zur Kunstepoche verwandt, ist jedoch nicht nur in einem zeitlichen Rahmen zu sehen und daher weitaus umfassender.

In dieser Rubrik möchten wir Ihnen zu einem besseren Verständnis rund um Stilrichtungen und Strömungen in der Kunst verhelfen.

Freelancing

Unabhängig von Ihrem Tätigkeitsbereich als Webdesigner, Grafikdesigner, Spieleentwickler, Fotograf, Programmierer, Produktdesigner, Journalist, Content Creator oder Influencer, als Selbstständiger haben Sie vielfältige Aufgaben zu bewältigen.

Von der Kundenakquise über die erfolgreiche Projektumsetzung bis hin zum Zeitmanagement und der Finanzverwaltung – einschließlich der oft ungeliebten Steuerangelegenheiten.

Gute Informationen und die richtigen Online Tools sind entscheidend für eine erfolgreiche Karriere als Freelancer oder Content Creator.

In dieser Rubrik finden Sie hilfreiche Artikel und wertvolle Ratschläge mit Tipps speziell für Freiberufler.

Highlights der Woche

Unter dieser Rubrik präsentieren wir Ihnen unsere persönlichen Wochenhöhepunkte aus der bunten Nachrichtenwelt der Kunst und des kreativen Schaffens.

Dabei legen wir den Fokus auf eine möglichst vielseitige und abwechslungsreiche Zusammenstellung spannender Nachrichten und Netzfundstücke, die sich für uns aus der Masse an Berichterstattungen deutlich abgehoben haben.

In der Regel erscheinen die Beiträge in dieser Rubrik zum Ende jeder Kalenderwoche als eine Art persönlicher Wochenrückblick unserer Redaktion.

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