Was hat Gaming und Poker mit Kunst zu tun?

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Gaming, Poker und Kunst

Wenn man Menschen fragt, was in ihren Augen ein künstlerisches Produkt ist, werden sich alle darin einig sein, dass Malerei, Bildhauerei oder Filme dazu gehören. Nur die wenigsten werden Computergames oder Pokerspiele benennen.

Kunst und Gaming

Hinter Spielen, die Tausende im Computer spielen, verbergen sich Spiele-Designer und Software-Entwickler. In neuerer Zeit beobachtet man zunehmend, dass künstlerisch interessierte Designer Versatzstücke aus berühmten Filmen in ihre Spiele einbauen. Zuweilen ist eine Anspielung auf Künstlerisches als Provokation zu verstehen. Mancher Spiele-Entwickler möchte aus der Mainstream-Ecke heraus. Er möchte verdeutlichen, dass Spiele-Entwicklung nicht nur etwas mit Jugendlichen oder Technologie zu tun hat, sondern auch mit Anspruch oder Ästhetik.

Gaming, Poker und die Kunst

In Computerspielen haben sich künstlerische Elemente längst etabliert. So, wie die Musiker unserer Tage Versatzstücke großer Vorbilder in ihre Kompositionen einbauen, so findet man in den Computer- und Mobiltelefonspielen Anklänge an die Stummfilmzeit oder bekannte Comics. Tschechische Puppenspielfilme stehen genauso Modell für Spielideen wie große literarische Vorbilder. Wer ein Auge dafür hat, kann in zahlreichen Computerspielen Reminiszenzen an verschiedenste künstlerische Strömungen entdecken. Ganz so ferne liegen Computeranimationen und Filmkunst ja ohnehin nicht. Filme kommen ohne literarische Vorlagen oder Filmmusik nicht aus. Damit ist der Kreis geschlossen.

Künstlerisches und Poker

Was das Pokerspiel mit künstlerischen Ambitionen zu tun haben soll, erschließt sich einem nicht so leicht. Zwar mag mancher Spieler ein echter Künstler sein, wenn es ums Bluffen geht – aber das genügt wohl kaum als Qualifikationskriterium. Das sehen die Spieler aber ganz anders. Sie sprechen von der “Poesie des Pokerspiels”. Falls Sie dieser Poesie nun direkt auf den Grund gehen möchten, empfiehlt sich ein Besuch bei partycasino.com.

Außerdem erkennen sie eine klare Dramaturgie beim Spielverlauf. Klar ist: Beim Gaming sind die Anklänge ans Künstlerische sehr viel deutlicher und direkter als beim Pokerspiel. Wer Poker als künstlerisch anspruchsvoll bezeichnet, meint das eher im übertragenen Sinne. Eindeutige Belege für künstlerische Tätigkeiten oder Verweise sind schwer zu finden. In Computerspielen hingegen bedient man sich des Storytellings, erkennt auch als Laie klar eine in Szene gesetzte Dramaturgie mit Höhepunkten, Spannungsbögen, Helden und Versagern.

Die gibt es zwar auch in Pokerrunden, aber ein künstlerisches Kriterium ist das noch lange nicht. Im Bundesverband der Entwickler von Computerspielen verweist man allerdings darauf, dass der Verband nicht umsonst im Deutschen Kulturrat Mitglied werden durfte. Nicht nur sind Spiele-Entwickler kreative Köpfe, sondern die Branche ist auch an einer künstlerischen Offensive interessiert.

Man möchte nicht länger in die Entertainment- oder Glücksspiel-Ecke abgeschoben werden. Als einer der größten Branchenzweige der Unterhaltungsindustrie möchte man endlich Flagge zeigen und auf Qualitätsmerkmale und künstlerischen Anspruch verweisen. Vielleicht gelingt dann auch endlich der Sprung in die künstlerische Förderung und Anerkennung. Mit der Gleichberechtigung ist es aber derzeit nicht weit her. Die Politik sperrt sich, Pokerspiele als künstlerisch zu sehen. Die Argumente klingen gut: Kunst sei längst ein Geschäft. Jede staatliche Förderung beschneide die künstlerischen Entfaltungsmöglichkeiten, so heißt es.

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Joachim

Webmaster & Administrator bei Kunstplaza
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  • Rainer Ostendorf Der Artikel hat mir gefallen. Schöne Grüsse aus
  • Joachim Vielen Dank für die schöne Rückmeldung! Das fre
  • Rainer Ostendorf Ein interessanter Artikel! Vielen Danken für die
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