Vom 04. bis 08. September 2025 verwandelt sich Paris erneut in das Epizentrum der internationalen Designwelt. Die Maison&Objet präsentiert sich diesmal unter dem nähestiftenden Motto „Welcome Home“ und verspricht Fachbesuchern eine Reise durch die surrealistischen Dimensionen des zeitgenössischen Wohndesigns. Die Maison & Objet ist die führende Messe für Designtrends, Luxus und Nachhaltigkeit und findet zweimal jährlich im Rahmen der Paris Design Week (04.–13.09.25, Hashtag #PDW25) statt.
2100 Marken aus 147 Ländern versammeln sich in den Messehallen – eine beeindruckende Vielfalt, die das Beste aus Design, Dekoration und Lifestyle des europäischen Kontinents vereint. Maison&Objet hat Amélie Pichard als künstlerische Leiterin für die Erneuerungsausgabe im September eingeladen.
Zwei Shows, eine Vision
In den letzten drei Jahrzehnten hat sich Maison&Objet als einzigartige internationale Veranstaltung etabliert, die in umfassendem Rahmen Inneneinrichtung und Möbel zusammenbringt.
In der September-Show dreht sich alles um das Neue, was unsere Beziehungen zu Design-Objekten und Innenräumen in den kommenden Monaten prägen wird. Zwischen Effizienz und Intimität, zwischen handwerklicher Tradition und technologischer Innovation – die Herbstausgabe der Maison & Objet 2025 verspricht eine inspirierende Reise durch die Welt des zeitgenössischen Designs. Diese Reise beleuchtet den Dialog zwischen Vergangenheit und Zukunft auf einzigartige Weise.
Die September-Ausgabe zeichnet sich durch einen experimentellen Ansatz aus. Sie beleuchtet junge Talente, neue Designpraktiken und die Komplementaritäten zwischen ihren Disziplinen. Um den anspruchsvollen Marktanforderungen und den Erwartungen von Fachleuten gerecht zu werden, untergliedert sich die Maison&Objet in 6 verfeinerte Sektoren für eine reibungslose Messeerfahrung.
- Der Design District: ein Raum, gewidmet jungen Talenten, mit drei Programmen: Rising Talent Awards Germany, Future On Stage, Maison&Objet Factory und die Accor Design Awards.
- WELCOME HOME by Amélie Pichard: eine immersive Installation, in der Design und Handwerkskunst aufeinandertreffen
- Ein exklusives Partnerschaftsprogramm mit Fachkonferenzen
- Pariser Designwoche: eine Feier von Design in Bewegung
Wer Zugang zu diesem exklusiven Designuniversum sucht, muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Eintrittskarten zwischen 35 und 80 Euro öffnen die Türen, doch der Zutritt bleibt Branchenprofis wie Dekorateuren, Architekten und Concept-Store-Betreibern vorbehalten. Diese Exklusivität macht die Maison & Objet zur bedeutendsten Trendschau für alle, die das Wohnen von morgen mitgestalten.
Alle Infos unter maison-objet.com.
Highlights der Septemberausgabe der Maison & Objet 2025
WELCOME HOME – Ein Haus, das für alle offen steht
Amélie Pichard, die als künstlerische Direktorin dieser Septemberausgabe fungiert, kuratiert ein außergewöhnliches Konzept unter dem Motto „Welcome Home“. Im Zentrum ihrer Vision steht ein ungewöhnliches Objekt: eine Haus-Teekanne – oder vielleicht ein Teekanne-Haus – das sich noch im Entstehungsprozess befindet.
Dieses Symbol verkörpert auf poetische Weise den fortlaufenden Dialog zwischen traditionellem Handwerk und künstlicher Intelligenz – jener spannungsreichen Beziehung, die unsere Designzukunft prägt.
Amélie Pichard bringt eine aufgeschlossene und eklektische Vision von Design mit, über die man sich von Konventionen befreien kann. Sie bietet einen frischen Ansatz, wo Objekte zu Manifesten und Kreativität zu Unabhängigkeit werden können.
Das bringt kreative Energie und Intimität in Einklang.
Design District: Inkubator kreativer Energien
Im Herzen des Decor-&-Design-Sektors in Halle 5A entfaltet sich der Design District als Observatorium der Trends von morgen. Hier vereinen sich kühne Experimente mit visionären Konzepten, wobei besonders junge Designer im Rampenlicht stehen. In Zusammenarbeit mit der Paris Design Week Factory werden verschiedene Talentprogramme vorgestellt. Dazu gehören die Rising Talent Awards Germany, Future On Stage und die Accor Design Awards – flankiert von 60 exklusiven Marken der neuen Garde.
Der Design District ist ein Observatorium für die Trends von morgen, ein Inkubator für Kreativität und schöpferische Energien. In Zusammenarbeit mit Paris Design Week feiert die Factory den Mut und das Experimentieren, die junge Menschen ins Rampenlicht rücken.
Im neu geschaffenen Design-District finden Programme statt, die einer neuen Garde an Kreativen gewidmet sind. Dazu gehören Architekten, Verleger, Designer, Innovatoren, KI-Spezialisten für Innen- und Außenarchitektur sowie junge, aufregende Brands.
Deutschland im Fokus: Rising Talent Awards
Eine besondere Bühne erhalten sieben junge Talente aus Deutschland, die von einer Expertenjury ausgewählt wurden. Diese Designerinnen und Designer geben Einblick in ihre Visionen und zeigen, wie sie die Zukunft des Designs gestalten möchten – ein fesselnder Blick auf die aufstrebende deutsche Designszene, die internationale Aufmerksamkeit verdient.
Zukunftsweisende Initiativen
Das Programm „Future On Stage“ fördert gezielt aufstrebende Unternehmen aus den Bereichen Wohndesign, Interior und Lifestyle. Drei Gewinner werden während der Septembermesse besonders hervorgehoben und erhalten eine einzigartige Plattform zur Präsentation ihrer innovativen Ideen.
Die Maison & Objet Factory übernimmt nun die Fackel von der Paris Design Week Factory, die seit 15 Jahren jungen Absolventen ermöglicht, ihre Kreationen erstmals einem Publikum zu präsentieren. Mit diesem Format schafft die Messe ein kommerzielles Sprungbrett für vielversprechende Talente.
Wissenstransfer durch die Talks
Ein umfangreiches Konferenzprogramm mit Branchenexperten bietet aufschlussreiche Einblicke in aktuelle Entwicklungen. Von Hospitality bis Retail, von außergewöhnlichen Designern bis zu Trendanalysen – die Talks in Halle 6 versprechen inspirierenden Wissenstransfer und neue Perspektiven für die Gestaltung unserer Lebensräume.
Kurzer Rückblick auf die Frühjahrsmesse – Videotour von Design Mate
Im Zentrum der Januarmesse standen surrealistische Wohnwelten, postmoderne Gourmettempel und optische Illusionen. Der Maximalismus eroberte die Innenarchitektur zurück. Mutige Farbkombinationen und expressive Formensprachen verdrängen seitdem die jahrelange Zurückhaltung. Terrakotta und Schokoladenbraun dominierten die Farbpalette im Frühjahr, während sich Luxus- und Bold-Trends als bestimmende Kraft etablierten.
Surrealistische Wohnwelten
Der Minimalismus hat ausgedient. Innenarchitekten drehen die Regler voll auf Maximalismus und setzen auf detailverliebte Ausgestaltung mit edlen Materialien. Die Motivwelt erinnert an die bedeutenden Surrealisten – René Magritte, Giorgio de Chirico, Salvador Dalí. Fantastische Elemente und traumhafte Naturdarstellungen verwandeln Wohnräume in kleine Kunstkammern.
Postmoderne Gourmettempel
Die 80er-Jahre feiern ihr Comeback, besonders in der Gastronomie. Quietschbunt und gleichzeitig elegant präsentiert sich das neue Mobiliar für Gourmettempel und Bars. Einheitlichkeit ist passé – gewollt wird der wilde Mix.
Das Ikoyi Restaurant in London sorgt mit seinen Kupferpaneelen und Edelstahlgeweben für Aufsehen, die das Licht streuen „als wäre es eine weitere kulinarische Zutat“.
Illusionen und optische Täuschungen
Psychedelische Farben und kaleidoskopische Muster bringen die Swinging Sixties zurück an die Wand. Spiegelflächen schaffen zusätzliche Raumdimensionen – besonders wirkungsvoll, wenn sie einem Fenster gegenüberstehen und zum „zweiten Fenster“ werden. Trompe-l’œil-Wandtapeten verwandeln schlichte Wände in beeindruckende Kunstwerke.
Sammelsurien und Wunderkammern
Wohnräume mutieren zu persönlichen Wunderkammern. Besondere Exponate und Kunstobjekte werden zum elementaren Bestandteil der Einrichtung. Diese Tradition reicht zurück ins 16. Jahrhundert, als Wunderkammern dem Sammeln seltener Objekte dienten. Heute kombinieren Schaukästen, Vitrinen und Konsolen den edlen Rahmen für alles – von Souvenirs bis zu Naturalia.
Technologie trifft Fantasie
Besonders faszinierend war die Verschmelzung von Hightech und Traumwelten.
Die Verbindung von Technologie und Design wird ein dynamisches Konzept bleiben und unsere Wahrnehmung von Möbeln, Räumen und Haushaltsgeräten weiter verändern“,
erklärte Anfang des Jahres die Trendexpertin Claudia Herke.
Unerwartete Objekte und traumhafte Szenarien sprachen den neu entdeckten Appetit auf das Fremde an. Künstliche Intelligenz wurde dabei zum Schlüssel: Sie ermöglicht es, alternative Realitäten zu erkunden und die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit vollends verschwimmen zu lassen.
Im Gespräch mit der künstlerischen Leiterin
Amélie Pichard ist eine Avantgardistin und nicht klassifizierbare Designerin, die Konventionen der Mode in Frage stellt. Sie tritt ein für eine neue Art der Produktion und des Konsums. Bislang hat die Designerin insbesondere durch ihre Kooperation mit Pamela Anderson für eine vegane Materialkollektion bleibenden Eindruck hinterlassen. Nun setzt sie die Segel zur Erkundung neuer Formen der Designschöpfung:
Der Bruch mit Grenzen bedeutet auch die Erschütterung vorgefertigter Räume und den Bau von gedanklichen Brücken. […] Genau so habe ich es mit Maison&Objet getan. „
In einem Interview nimmt sie uns mit in ihre gedankliche Welt:
Frage: Im Mittelpunkt der aktuellen Ausgabe der Messe steht das Thema Erneuerung. Was löst es bei Ihnen persönlich aus?
Amélie Pichard: „Ich reagiere sehr sensibel auf die Welt um mich herum. Mein Leben war in den letzten fünfzehn Jahren von erheblichen Umbrüchen geprägt. Anstatt mich an frühere Markierungen zu klammern, habe ich mich dafür entschieden, neue Modelle zu erkunden, meinen Instinkten zu folgen, und meine eigenen Regeln zu machen. Diese Dynamik hat mich dazu gedrängt, in meinem Leben Grenzen zu überschreiten.
Das tat ich durch die Gründung von Bureau Synthétique, meinem Kreativstudio. Ich ging dorthin, wo ich am wenigsten erwartet wurde.“
F.: Sie verkörpern diese mutige neue Generation an SchöpferInnen. Welche Botschaft möchten Sie jungen Menschen vermitteln?
A. P.: „Wie sagt man so schön: Sei du selbst, alle anderen sind schon vergeben. Heute ist es schwer, das zu befolgen, vor allem, da wir uns ständig mit anderen über soziale Medien vergleichen. Aber wir müssen lernen, uns selbst zu vertrauen, und unsere Einzigartigkeit zu pflegen.“
F.: Die Septemberausgabe beleuchtet die Idee vom Grenzen sprengen. Wie funktioniert diese Vorstellung mit Ihrem kreativen Ansatz zusammen?
A. P.: „Ich habe es nie gemocht, Menschen ein Label zu verpassen. Als ich mit Pamela Anderson zusammengearbeitet habe, wurde ich plötzlich als „veganer Designerin“ präsentiert, obwohl ich es nicht war. Die Sammlung bestand daraus, aber nicht ich als Person. Ich wollte Menschen schon immer die Freiheit lassen, selbst zu wählen. Beim Niederreißen von Barrieren geht es genau darum: das Durchbrechen von vorgefertigten Räumen und das Bauen von Brücken.
Ich liebe es, Tradition und Innovation zu verbinden, Handwerkskunst mit neuen Technologien, so wie ich es mit der Maison&Objet durch die Integration künstlicher Intelligenz in den Entstehungsprozess des Messeplakats gemacht habe.“
F.: Gab es ein bestimmtes Objekt, das Sie bei der Gestaltung des Messeplakats inspiriert hat? Können Sie uns die Geschichte dahinter erzählen?
A. P.: „Letzten Oktober, als ich eine Ausstellung besuchte, war ich in ein Keramikstück verliebt. Ich kontaktierte sofort die Schöpferin auf Instagram, um ihr zu gratulieren und mich zu unterhalten. Als die Maison&Objet mich mit der Gestaltung des Posters beauftragte, wollte ich dieses Objekt als Ausgangspunkt dafür verwenden. Allerdings war es bereits verkauft…
Anstatt aufzugeben, wandten wir uns dem Kunsthandwerk und künstlicher Intelligenz zu, um eine neue Version im Stil eines „exquisiten Korpus“ zu erstellen. Das Ziel war es, zu zeigen, dass Tradition und Innovation nicht unvereinbar sind, sondern sich ergänzen.“
F.: Das Plakat für diese Ausgabe spielt mit dem Konzept einer Doppellesung mit „Amélie Pichard lädt Sie ein, zur Show zu kommen.“ Können Sie uns mehr über diese Botschaft und das Künstlerische erzählen?
A. P.: „Es gibt mehrere Interpretationen dieses Posters mit mehreren wichtigen Information. Mir gefiel schon immer die etwas altmodische Art des Satzes „Ich lade Sie in das Wohnzimmer ein“, den man in vielen Familien nach dem Essen hört. Auch ich wollte mit dieser doppeldeutigen Einladung spielen.
Blumen, der Keramiker, der die Teekanne ursprünglich geschaffen hatte, wird die KI-Arbeit neu interpretieren. Diese Teekanne wird dann auf der Messe im September versteigert. In der Zwischenzeit lade ich Sie ein, zur Show zu kommen…“
Die Septembermesse: die wichtigsten Wohntrends Herbst/Winter 2025 im Überblick
Was erwartet uns in den kommenden Monaten? Die Pariser Designmesse präsentierte bereits im Frühjahr 2025 eine faszinierende Bandbreite an Wohntrends, die mit der jahrelangen Zurückhaltung der Vorjahre brachen.
mit freundlicher Genehmigung der Maison&Objet
mit freundlicher Genehmigung der Maison&Objet
mit freundlicher Genehmigung der Maison&Objet
mit freundlicher Genehmigung der Maison&Objet
mit freundlicher Genehmigung der Maison&Objet
mit freundlicher Genehmigung der Maison&Objet
mit freundlicher Genehmigung der Maison&Objet
Statement-Decor und Bold-Interior
Monumentale Objekte erobern die große Bühne. „Loud luxury“ verdrängt den zurückhaltenden „Quiet Luxury“-Trend und zeigt sich in Animal-Prints, vergoldeten Elementen und kraftvollen Mustern. Das Ziel heißt nicht einfach „mehr ist mehr“, sondern „informierte Opulenz“. Jedes Statement-Piece soll persönliche Bedeutung tragen.
Für die stillen Monate rund um das Weihnachtsfest wird uns eine opulente Festlichkeit und ein glitzerndes Familienfest, beschert. Die belgische Home-&-Living-Marke J-Line by Jolipa, die auf der Maison&Objet in Halle 6 (Stand A5, A11, A15 und A17) zu finden ist, nennt diesen Interior-Design-Trend sehr treffend „Festive Glamour“. Passend dazu hat die Marke eine neue glanzvolle Kollektion für die Herbst-/Winter-Saison im Gepäck. Einzelne Stücke daraus finden Sie auch in unserem Design- & Dekor-Shop.
Disco-Colour-Pop & Neonpastell
Farbe wird zum Luxusgut. Juwelentöne, tiefe Nuancen und Goldakzente verleihen Räumen Drama.
Farbe ist der große Luxus unserer Zeit“
Schon wenige kräftige Akzente können dezente Räume völlig verwandeln. Die Kombination aus intensiven Farben und weichen Materialien schafft einen besonderen Look.
Cocooning mit Naturmaterialien
Wohlbefinden durch Natürlichkeit – das verspricht der Cocooning-Trend 2025. Weiche Textilien, warme Töne und abgerundete Formen schaffen Harmonie. Holz, Wolle, Leinen und Rattan beruhigen und schenken Gelassenheit. Dimmbares Licht und Kerzen verstärken die gemütliche Atmosphäre.
Memphis-Revival in Pink Wonderland
Die 1980er erleben ihre Renaissance mit retro-futuristischem Flair. Gebogene Linien, organische Formen und leuchtende Farben prägen den Look. Pink Wonderland kombiniert knallige Farben mit geometrischen Mustern und unkonventionellen Möbelformen.
Die verspielte Ästhetik wirkt wie Neo Pop Art, aber chaotischer und verspielter – ein bewusster Kontrast zum minimalistischen Design.“
Maison et Objet als Schmelztiegel – kulturelle Vielfalt als Inspirationsquelle
Wohnräume spiegeln weit mehr als persönliche Vorlieben wider – sie werden zum Ausdruck kultureller Identität. Während asiatische Länder häufig minimalistische Ansätze bevorzugen, dominieren im Nahen Osten opulente Materialien wie Marmor.
Die koreanische Designszene entwickelt eine eigenständige Ästhetik, die Moderne und historisches Bewusstsein gleichermaßen respektiert. Diese kulturelle Diversität bereichert die globale Designlandschaft durch neue Perspektiven und verschiebt die Grenzen zwischen angewandter Kunst und freiem Design.
Welche Interior-Design-Trends heben bereits ab? Wir haben ExpertInnen befragt
Serena Kung von ILVE USA verfolgt europäische Designtrends mit Adleraugen, da ihr italienisches Erbe die Marke eng mit dem Geschehen in Mailand und Paris verbindet. Durch Influencer-Partnerschaften mit kreativen Größen wie Emma Courtney, Elle Decor und Luxe hat sie einen direkten Draht zum Puls der Zeit.
Ihrer fachlichen Meinung nach gibt es zwei große Veränderungen, die bereits eingetreten sind und auch die kommenden Monate prägen werden:
Kühn gestaltete Objekte in satten Farben erleben ein fulminantes Comeback. Unsere Nostalgie-Kollektion in Smaragdgrün und Burgunderrot hat auf sozialen Medien eine um 40 % höhere Interaktion im Vergleich zu traditionellem Edelstahl verzeichnet. Designprofis wenden sich von dem Trend der rein weißen Küche ab und hin zu diesen reichen, juwelenfarbenen Akzenten, die Persönlichkeit schaffen.“
Den zweiten bedeutenden Design-Trend sieht die Integrated Marketing Expertin Kung in der Rückkehr von kunstvollen Details und dekorativer Hardware:
Unsere Noblesse-Rahmen – der dekorative Besatz, der unsere Fronten umrandet – waren ursprünglich nur ein optionales Detail, aber jetzt werden sie in 60 % unserer maßgeschneiderten Bestellungen angefordert. Insbesondere Messing- und Kupferoberflächen erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Was dies antreibt, ist der Wunsch nach Küchen, die sich mehr wie Wohnräume anfühlen, anstatt wie sterile Arbeitszonen. Nach Jahren des Minimalismus wollen die Menschen Wärme und Charakter zurück in ihren Häusern.“
Serena Kung ist Digital Marketing Associate bei ILVE USA, wo sie Multi-Channel-Kampagnen leitet, die die Präsenz des italienischen Anbieters im wettbewerbsintensiven US-Markt für Luxusgeräte erweitern. Bei ILVE verwaltet sie Influencer-Partnerschaften, verhandelt Media-Einkäufe, optimiert Social-Media-Plattformen und entwickelt SEO-gesteuerte Inhaltsstrategien, die mit dem italienischen Erbe und der Premium-Positionierung der Marke übereinstimmen.
Ihre Arbeit hat das Marketingwachstum von ILVE direkt beeinflusst, einschließlich des Ausbaus von Partnerschaften mit namhaften Persönlichkeiten wie Emma Courtney und Caitlin Teal Baker.
Sie erwarb ihren M.S. in Integrated Marketing (Digital Media) an der New York University und schloss mit einem GPA von 3,8 ab. An der NYU leitete sie eine Spotify-Werbekampagne, die dreimal mehr Impressionen und Konversionen erzielte als die Teams ihrer Kommilitonen.
Jacob Naig bringt mehr als ein Jahrzehnt Erfahrung als Immobilieninvestor, lizenzierter Makler und Innenausstatter mit Sitz in Des Moines, Iowa, mit. Seine Arbeit basiert auf der ganzheitlichen Verwaltung von Immobilien – von der Designidee bis zur Umsetzung – und viel von dieser Erfahrung hat ihn gelehrt, Trends nicht nur als oberflächliche Ästhetik zu betrachten, sondern als Treiber von Wert, Lebensqualität und wie Menschen letztendlich ihre Häuser auf persönlicher Art und Weise erleben.
Für den Inhaber von WeBuyHousesinDesMoines ist die Marke, die er nie auf einer Messe verpassen möchte, Ferm Living. Die Tatsache, dass sie die skandinavische Designphilosophie im Blut haben und auf lebenswerte, praktische, alltägliche Räume anwenden, ist etwas Besonderes. Auch das gesamte berufliche Umfeld des Innenausstatters versteht das sehr gut, besonders in einem Markt wie Des Moines im Mittleren Westen. Dort suchen die Kunden nach Wärme und Komfort, möchten aber dennoch modern leben.
Ich erinnere mich, dass ich an der Neugestaltung eines Lofts in der Innenstadt arbeitete, bei dem der Eigentümer etwas wirklich Minimalistisches, aber auch sehr Bequemes wollte — Ferms gedämpfte Farbpaletten, organische Formen und taktile Materialien waren die perfekte Sprache dafür. Es geht nicht darum, der Mode um der Mode willen zu folgen, sondern darum, Stücke zu tragen, die gut altern.“
Unter den wirklich herausragenden Elementen der kommenden Design-Saison fühlt sich Jacob Naig zu den experimentellen Bereichen hingezogen – insbesondere zu jenen, die sich auf nachhaltige Materialien und modulare Möbelformen konzentrieren.
Bei unseren Umbauten in Des Moines haben wir eine zunehmende Nachfrage nach adaptiven Möbeln festgestellt, die in kleinere oder multifunktionale Räume passen — insbesondere da immer mehr Familien Homeoffice-Aufgaben in ihr traditionelles Leben integrieren.“
Ein Highlight, auf das er am meisten gespannt ist, ist die Untersuchung von pflanzlichen Verbundwerkstoffen, die derzeit für Schränke und Wandverkleidungen verwendet werden.
Ich erinnere mich an ein Projekt, bei dem wir mit lokal wiederverwertetem Holz und natürlichem Kalkputz gearbeitet haben — das Gespräch mit dem Kunden über Nachhaltigkeit war ebenso gut wie das Endergebnis. Für das, was schließlich ein paar Saisons später in den Alltag der Menschen Einzug hält, setzen solche Highlights oft den Ton.“
Was wird für den US-amerikanischen Immobilienentwickler der heißeste Wohntrend für Herbst und Winter 2025?
Ich stelle mir vor, dass Texturen und ein Wiederaufleben des Cocooning die kühleren Monate prägen werden. Denken Sie an schwere, sogar Bouclé-Stoffe, tiefe Holzfarben und Beleuchtung, die einen Wohlfühlraum schafft, anstatt nur Licht zu spenden. In Des Moines, wo die Winter lang und beschwerlich sein können, habe ich festgestellt, dass die Kunden sich nach Innenräumen sehnen, die wie ein Kokon wirken. Denken Sie an übergroße Teppiche, dunklere Steinoberflächen und mit Stoff bezogene Wände. All dies kommt wieder als unkonventionelle, aber absolut fabelhafte Optionen zurück.“
Und hier ist noch eine persönliche Anekdote:
Wir haben kürzlich ein historisches Duplex umgebaut, bei dem der Eigentümer fest entschlossen war, den Keller in einen „Winter-Rückzugsort“ mit wandfüllenden, gepolsterten Samt-Paneelen und Wandleuchtern aus Messing zu verwandeln. Diese taktile Üppigkeit, kombiniert mit gedämpften, fast unterwürfigen Farbpaletten, ist selbst eine direkte Manifestation der größeren Stimmung der Saison: Komfort, der als Raffinesse multipliziert mit Tiefe wahrgenommen wird.“
Paris Design Week: „Regeneration“
Foto von Getty Images @gettyimages, via Unsplash
Die gefeierte Design-Week in der französischen Metropole öffnet ein neues Kapitel, indem sie Räume und den Verstand weit öffnet. In einer Welt, die immer näher rückt, wird Paris zur Open-Air-Bühne für eine neue kreative Generation, um sich auszudrücken.
Sie liefert ein Manifest zum Abbau von Barrieren, angetrieben durch den lebendigen Dialog zwischen Denkmälern, Künstlern, Menschen und Marken. Das Objekt steht im Mittelpunkt, an der Kreuzung von Handwerkskunst, Materialien und einer lebendigen Welt. Die Veranstaltungswoche wird inszeniert als Fest der Erneuerung, wo Schöpfungen ausbrechen und unsere Verbindungen zur Welt neu erschaffen.
Neben der Maison&Objet findet vom 4. bis 13. September 2025 die Paris Design Week in ihrer fünfzehnten Ausgabe statt. Dabei übernimmt sie selbstbewusst eine Rolle als Katalysator für Trends, neue Entwicklungen und aufstrebende Talente. Die Veranstaltung verwandelt die französische Hauptstadt in eine umfangreiche kreative Reise, die sowohl Fachleute als auch die breite Öffentlichkeit dazu einlädt, vollständig in die Welt des Designs einzutauchen.
mit freundlicher Genehmigung der Paris Design Week.
mit freundlicher Genehmigung der Paris Design Week
mit freundlicher Genehmigung der Paris Design Week
© Vincent Leroux
Mit über 375 ikonischen Orten bietet die Paris Design Week eine immersive Erkundungsreise durch die Seine-Metropole. Dieses Jahr markiert auch den 100. Jahrestag von Les Arts Décoratifs, ein passender Moment, um ikonische Marken zu feiern, wie zum Beispiel Leblon Delienne, Tiptoe, Archick und Oberflex, die ihre neuesten Kollektionen vorstellen werden.
Die wichtigsten Kreativviertel der Stadt: Le Marais, Saint-Germain-des-Prés, Opéra und Bastille. Galerien, Concept-Stores, Ausstellungsräume, Kunsthandwerksbetriebe und bedeutende Designhäuser öffnen ihre Türen für Ausstellungen, Installationen und exklusive Veranstaltungen.
Die Paris Design Week Factory wird zur Pflichtveranstaltung für über 130 junge und aufstrebende DesignerInnen und SchöpferInnen. Sie findet unter anderem im La Gaîté Lyrique sowie an weiteren ikonischen Orten in der gesamten Hauptstadt statt. Es werden innovative Projekte hervorgehoben,
mit einer besonderen Kuration von Jean-Baptiste Anotin und Thibault Huguet.
Die Maison et Objet als Dokumentation eines fundamentalen Wandels im modernen Wohnen
Was die Pariser Designmesse 2025 offenbart, geht weit über saisonale Modeerscheinungen hinaus. Die Maison & Objet dokumentiert einen fundamentalen Wandel in unserem Verständnis des Wohnens – einen Bruch mit der jahrelangen Dominanz funktionaler Reduktion.
Faye Toogoods „Womanifesto“ steht beispielhaft für diese Entwicklung. Ihre multidisziplinäre Praxis zeigte in der Januarausgabe der Designmesse, wie zeitgenössische Gestaltung persönliche Erzählungen mit gesellschaftskritischen Positionen verbindet. Aktuelle Trends spiegeln eine gesellschaftliche Sehnsucht nach Authentizität und Individualität wider – nach Räumen, die Persönlichkeit ausdrücken, statt bloße Funktionalität zu erfüllen. Wohnungen werden zu kuratierten Sammlungen, in denen jedes Objekt eine Geschichte erzählt.
Im September zeigt uns Veranstaltungsleiterin Amélie Pichard als Avantgardistin, wie wir mit Design-Konventionen brechen, etablierte Mode in Frage stellen und gestalterische Barrieren niederreißen können. Sie führt uns ein in eine neue Art der Produktion und des Konsums von Designobjekten und Luxusgegenständen.
Besonders bemerkenswert ist die Gleichzeitigkeit scheinbar widersprüchlicher Tendenzen. Während Memphis-Revival und Postmoderne vergangene Dekaden neu interpretieren, entstehen durch künstliche Intelligenz innovative Gestaltungsmöglichkeiten. Diese Verbindung von Nostalgie und technologischem Fortschritt charakterisiert die Designsprache 2025 und darüber hinaus.
Die Maison & Objet 2025 zeigt: Wohnen ist emotional und disruptiv geworden.
Inhaber und Geschäftsführer von Kunstplaza. Publizist, Redakteur und passionierter Blogger im Bereich Kunst, Design und Kreativität seit 2011. Erfolgreicher Abschluss in Webdesign im Rahmen eines Hochschulstudiums (2008). Weiterentwicklung von Kreativitätstechniken durch Kurse in Freiem Zeichnen, Ausdrucksmalen und Theatre/Acting. Profunde Kenntnisse des Kunstmarktes durch langjährige journalistische Recherchen und zahlreichen Kooperationen mit Akteuren/Institutionen aus Kunst und Kultur.