Das Malen unter freiem Himmel, auch Plein-Air-Malerei genannt – ein französischer Begriff für Malerei im Freien – gilt seit dem Impressionismus als Quelle unmittelbarer Inspiration. Diese Bewegung markierte den Aufbruch in die Freiluftmalerei und veränderte die Kunstgeschichte nachhaltig. Die Natur bietet vielfältige Motive, wechselnde Lichtstimmungen und eine Farbpalette, die kein Atelier ersetzen kann.
Künstler wie Claude Monet in Giverny oder Caspar David Friedrich an der Ostseeküste nutzten diese Freiheit, um Eindrücke direkt einzufangen. Heute greifen auch zeitgenössische Maler und Festivals wie das Plein-Air-Festival Usedom diese Tradition auf. Ob in Parks, an Flussufern oder auf Feldern – jedes Umfeld eröffnet neue Ausdrucksmöglichkeiten. So bleibt Malen unter freiem Himmel eine lebendige und aktuelle Praxis. Die folgenden Abschnitte liefern fesselnde Tipps für Hobby-Maler, die Lust auf eine besondere Atmosphäre haben.
Plein-Air-Malerin holt sich Inspiration unter freiem Himmel Foto Mircea Iancu, via Pixabay
Eine praktische Beutel Tasche ist ein unverzichtbarer Begleiter für Künstler im Freien, da sie Ordnung und Flexibilität bietet. Sie bietet nicht nur ausreichend Platz für kreative Werkzeuge, sondern auch die nötige Flexibilität, um spontan arbeiten zu können. Pinsel, kleine Tuben Ölfarbe, Aquarellkästen oder Notizhefte lassen sich darin übersichtlich verstauen – alles ist griffbereit, ohne lange suchen zu müssen.
Besonders unterwegs zählt ein geringes Eigengewicht, damit das Tragen auch über längere Strecken nicht zur Last wird. Gleichzeitig sollte die Tasche robust sein: Reißfeste Materialien, wetterbeständige Oberflächen und stabile Nähte sorgen dafür, dass sie Wind und Wetter ebenso standhält wie dem wiederholten Gebrauch.
Wer es gern minimalistisch mag, greift zu faltbaren Modellen aus Baumwolle oder Leinen – diese lassen sich leicht verstauen und bei Bedarf einfach mitnehmen. Durchdachte Innenaufteilungen oder kleine Zusatzfächer ermöglichen es zudem, auch Kleinteile wie Radiergummis, Spitzer oder Zeichenkohle schnell wiederzufinden.
Wo finden Hobbykünstler den richtigen Ort zum Malen?
Der Malort beeinflusst Stimmung und Ausdruckskraft eines Werkes entscheidend. Ein ruhiger Park wie der Englische Garten in München vermittelt Gelassenheit und weiche Farbverläufe. Im Gegensatz dazu erzeugen belebte Plätze wie der Berliner Gendarmenmarkt Dynamik und Kontraste.
Ländliche Landschaften wie die Lüneburger Heide oder der Jardin du Luxembourg in Paris bringen durch ihre Weite Ruhe und Klarheit ins Bild. Auch Orte wie der Central Park in New York oder die Dresdner Elbwiesen bieten reizvolle Motive.
Wer keine Lust hat, gegebenenfalls weite Wege in Kauf zu nehmen, kann auch im eigenen Garten kreativ gestalten. Durch eine klare Einteilung in verschiedene Zonen – etwa eine ruhige Ecke zum Malen, eine Fläche für Sport oder einen geselligen Bereich zum Grillen – entsteht ein inspirierender Ort mit vielfältiger Nutzung. Gerade die Mal-Zone profitiert von gezielter Bepflanzung, Schattenplätzen und ruhiger Atmosphäre. So lässt sich Kunst entspannt im Alltag integrieren, ohne den Komfort des eigenen Zuhauses zu verlassen.
Unabdingbar: Licht- und Wetterbedingungen berücksichtigen
Natürliches Licht bestimmt Farbwirkung und Stimmung jeder Freiluftmalerei. Morgens herrscht oft ein kühles Blau, mittags entstehen harte Schatten, abends dominieren warme Orangetöne. Wolken, Nebel oder Regen verändern die Atmosphäre zusätzlich und ermöglichen facettenreiche Bildwirkungen.
Künstler wie William Turner nutzten gezielt Wetterphänomene, um dramatische Effekte zu erzeugen. Diffuses Licht – weich gestreut, ohne harte Schatten – schafft sanfte Übergänge, direkte Sonne verstärkt Kontraste. Neben den künstlerischen Effekten erfordern wechselnde Bedingungen auch praktische Vorbereitung. Wetterfeste Skizzenbücher bleiben selbst bei Feuchtigkeit nutzbar. Sonnenschirme oder Hüte schützen vor grellem Licht. Wer diese Faktoren berücksichtigt, kann beim Malen im Freien Stimmungen gezielt einfangen und authentische Arbeiten schaffen.
Kreative Freiheit unter freiem Himmel: Darum sind viele so fasziniert vom Outdoor-Malen
Das Malen im Freien eröffnet eine besondere Form künstlerischer Gestaltungsfreiheit. Ohne räumliche Begrenzung entsteht ein direkter Dialog mit der Umgebung. Natur, Licht und Geräusche – all das liefert Impulse, die sich unmittelbar auf die Ausdrucksweise auswirken.
Künstler wie Banksy, die sich in der Szene einen Namen gemacht haben, erlebten diese Schaffensfreiheit als treibende Kraft ihrer Werke. Auch digitale Communities, etwa Instagram-Hashtags wie #pleinairpainting oder #urbansketchers, tragen zur Aktualität bei und verbinden digital und analog miteinander.
Die Erfahrung, Kreativität durch Ort und Leinwand zugleich zu leben, verstärkt die Ausdruckskraft noch einmal zusätzlich. Diese Offenheit macht Malerei im Freien ganz sicher auch künftig zu einer lebendigen Praxis.
Inhaber und Geschäftsführer von Kunstplaza. Publizist, Redakteur und passionierter Blogger im Bereich Kunst, Design und Kreativität seit 2011. Erfolgreicher Abschluss in Webdesign im Rahmen eines Hochschulstudiums (2008). Weiterentwicklung von Kreativitätstechniken durch Kurse in Freiem Zeichnen, Ausdrucksmalen und Theatre/Acting. Profunde Kenntnisse des Kunstmarktes durch langjährige journalistische Recherchen und zahlreichen Kooperationen mit Akteuren/Institutionen aus Kunst und Kultur.
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