Der 5. Kunstpreis der Evangelischen Landeskirche in Württemberg rückt ins Zentrum eines Künstlergesprächs. Am 14. September lädt die Evangelische Akademie Bad Boll in die Stadtkirche Ludwigsburg ein.
Kirchenräume sind seit jeher weit mehr als reine Orte der Andacht – sie fungieren als Resonanzräume gesellschaftlicher und kultureller Diskurse. Diesen Brückenschlag zwischen Tradition und Transformation, zwischen Theologie und Ästhetik demonstriert der Dresdner Künstler Daniel Rode auf eindrucksvolle Weise. Als frisch gekürter Träger des 5. Kunstpreises der Evangelischen Landeskirche in Württemberg bespielt er mit seiner Installation „HALTE MICH“ die historische Architektur der Stadtkirche Ludwigsburg vollkommen neu.
Am 14. September lädt die Evangelische Akademie Bad Boll in die Stadtkirche Ludwigsburg ein.
Nun bietet sich dem kunst- und kulturinteressierten Publikum eine besondere Gelegenheit: Ein offenes Künstlergespräch lädt dazu ein, im direkten Austausch mit Daniel Rode tiefere Einblicke in seinen kreativen Schaffensprozess und die konzeptionelle Fundierung seines Werkes zu gewinnen.
Der diesjährige Kunstpreis stand unter dem vielschichtigen Thema „WECHSELSPIEL“, das eine intensive Auseinandersetzung zwischen zeitgenössischer Kunst und der sakralen Sphäre einfordert. Rode, dessen Arbeiten sich oft durch eine Kombination aus poetischer Sanftheit und konzeptioneller Strenge auszeichnen, stellt mit „HALTE MICH“ fundamentale Fragen: nach Halt, Trost, Verbindlichkeit und nicht zuletzt nach der Verletzlichkeit der menschlichen Existenz.
Die Kunst wird im Kirchenraum nicht bloß ausgestellt; sie tritt in einen intensiven architektonischen und spirituellen Dialog.“
Die Platzierung der Installation innerhalb der Kirchengemäuer verleiht diesen existenziellen Grundthemen eine zusätzliche metaphysische Dimension. Hier stehen sich das zeitgenössische Objekt und der jahrhundertealte Raum nicht als Fremdkörper gegenüber, sondern verschmelzen zu einer gemeinsamen, fragenden Erzählung.
Am 14. September 2026 lädt die Evangelische Akademie Bad Boll in die Stadtkirche Ludwigsburg ein, um genau diesen Dialog auf die verbale Ebene zu übertragen. Geleitet von der tiefen Überzeugung, dass Kunst und Kirche enorm von einer kritischen, jedoch stets inspirierenden Auseinandersetzung profitieren, verspricht dieser Abend einen horizonterweiternden Perspektivwechsel.
Die Kernfragen des Abends lauten: Wie transformiert Kunst den sakralen Raum? Und im Gegenzug – wie beeinflusst der sakrale Raum die Wahrnehmung der Kunst?
Im Gespräch mit Dr. Kerstin Renz gibt Daniel Rode Einblicke in sein Schaffen und erläutert den Kontext seiner Arbeit HALTE MICH, die auf die biblische Begegnung zwischen Maria Magdalena und dem auferstandenen Christus (Joh 20,11–18) Bezug nimmt.
Die Veranstaltung richtet sich dabei ausdrücklich nicht nur an ein akademisches Fachpublikum. Alle, die sich für innovative Ausdrucksformen im gesellschaftlichen und kulturellen Selbstverständnis interessieren, sind herzlich willkommen, an diesem Dialog teilzunehmen.
Über den Künstler:
Daniel Rode (*1971) wurde im schleswig-holsteinischen Eutin geboren und lebt heute in Dresden. Der studierte Kunstpädagoge und Meisterabsolvent der Hochschule für Bildende Künste Dresden arbeitet vor allem mit Installationen, Zeichnungen und Text. Seine großformatigen Textarbeiten im öffentlichen und halböffentlichen Raum waren unter anderem in Berlin, Kairo, Hanoi und Athen zu sehen.
Termin im Überblick:
Was: HALTE MICH – Der Künstler Daniel Rode im Gespräch
Wann: Montag, 14. September 2026, 19:00 – 21:00 Uhr
Inhaber und Geschäftsführer von Kunstplaza. Publizist, Redakteur und passionierter Blogger im Bereich Kunst, Design und Kreativität seit 2011. Erfolgreicher Abschluss in Webdesign im Rahmen eines Hochschulstudiums (2008). Weiterentwicklung von Kreativitätstechniken durch Kurse in Freiem Zeichnen, Ausdrucksmalen und Theatre/Acting. Profunde Kenntnisse des Kunstmarktes durch langjährige journalistische Recherchen und zahlreichen Kooperationen mit Akteuren/Institutionen aus Kunst und Kultur.