Führen wir uns folgenden hypothetischen – aber plausiblen – Fall vor Augen: Im Jahresgespräch bist du mit deiner Art-Direktion und der HR-Leitung am Tisch. Im letzten Jahr hast du das gesamte Magazin-Layout auf Digital First umgestellt, kümmerst dich jetzt um die Responsive Typography für drei Web-Ableger und hast dir nebenbei Motion Design in After Effects beigebracht, um die Social-Media-Kanäle des Verlags mit High-End-Reels zu versorgen.
Kurz gesagt: Du bist ein vielseitiges, hochprofitables Schweizer Taschenmesser für deinen Arbeitgeber.
Dann holt die HR-Abteilung den aktuellen Tarifvertrag aus der Schublade.
Die Entgelttabelle und die Tätigkeitsmerkmale, die dazu gehören, lassen dich kurz an der Raum-Zeit-Kontinuität zweifeln. Es wird von „Reproduktionsvorbereitern“, „Fotomontage am Leuchttisch“ und „Bogenmontage“ gesprochen. Deine komplexe, interdisziplinäre Tätigkeit, die einen großen Teil des digitalen Umsatzes des Hauses antreibt, wird in die Tarifgruppe 4 gepresst – man schultert es mit einem „Ausführung nach genauer Anweisung“.
Willkommen in der Tarif-Illusion der Kreativen. Alle, die heute in Verlagen, im Buchhandel oder in großen Agenturen nach Tarif bezahlt werden, arbeiten in der Zukunft, werden aber nach den Regeln der Vergangenheit eingestuft. Ein praktischer Gehaltsrechner im Internet ist sehr sinnvoll und hilfreich, aber in manchen Fällen nicht ausreichend; er liefert Durchschnittswerte und übersieht die tatsächliche (individuelle) tarifliche Situation.
Falls du dir unsicher bist, wie du deine modernen Skills in die antiquierte Sprache der Tarifverträge übersetzen kannst, verlierst du jeden Monat Geld. Die Zeit ist reif, um den Code zu entschlüsseln.“
Das Übersetzungsproblem: Warum dein Skillset nicht erkannt wird
Das Problem liegt in der Natur der Sache: Ein Gehaltstarifvertrag, ob in der Druck- und Medienindustrie oder im Buchhandel, ist ein kompliziertes juristisches Konstrukt. Bevor Gewerkschaften (wie ver.di) und Arbeitgeberverbände neue Berufsbilder anerkennen, hat sich die Softwarelandschaft in den Agenturen schon dreimal verändert. Was ist das Resultat? Die Bewertung von Digital-Designern durch HR-Abteilungen erfolgt nach Kriterien, die aus einer Zeit stammen, als QuarkXPress noch als das Nonplusultra galt.
Das erzeugt ein enormes Ungleichgewicht. Die Erkenntnisse aus den aktuellen HR-Panels der OMR zeichnen ein deutliches Bild: Viele der festangestellten Kreativen in tarifgebundenen Unternehmen glauben, dass sie falsch eingruppiert sind. Meistens liegt der Grund in der Unkenntnis über das juristische Prinzip der „überwiegenden Tätigkeit“.
Personalabteilungen argumentieren häufig so: „Ja, du machst ein wenig Web-Design und animierst mal etwas, aber deine Hauptaufgabe ist doch das Setzen von Texten. Du bleibst also in der niedrigeren Gruppe.“
Was sie dir nicht sagen: Sobald deine anspruchsvollen, komplexen Aufgaben (wie eigenverantwortliche Konzeptentwicklung, AR-Filter-Design oder KI-Prompt-Engineering) mehr als 50 Prozent deiner Arbeitszeit ausmachen, musst du nach dieser höherwertigen Tätigkeit eingruppiert werden.
Die Herausforderung besteht darin: Du musst es beweisen. Und du musst in ihrer Sprache kommunizieren.
Die Skillset-Übersetzungs-Matrix: So findest du die richtige Einordnung für dich
Unsere Skillset-Übersetzungs-Matrix hilft dir dabei, deine zeitgemäßen Fähigkeiten in alte Raster einzupassen. So ist dir in der kommenden Verhandlung der Rücken gestärkt. Foto von Getty Images @gettyimages, via Unsplash
Die Bewertung erfolgt anhand abstrakter Parameter: Wie hoch ist das Maß an Selbstständigkeit? Benötigst du Fachwissen? Hast du die Verantwortung für rechtliche oder budgetäre Aspekte?
Es ist eine Herausforderung, deine zeitgemäßen Fähigkeiten in dieses alte Raster einzupassen. Die Übersetzungs-Formel, die dir in der kommenden Verhandlung den Rücken stärkt, ist die folgende:
Übersetzungs-Formel, die dir in der nächsten Verhandlung den Rücken stärkt:
Dein modernes Skillset im Alltag
Der archaische Tarif-Begriff (beispielhaft)
Deine Argumentation für eine höhere Tarifgruppe (TG)
Responsive Typography & UX/UI-Design: Du entwickelst flexible Design-Systeme für Web, App und Print.
„Selbstständige typografische Gestaltung nach Manuskript / Rohentwurf“
Komplexität & Konzeption: Du arbeitest nicht nach einem starren Raster (oft TG 3/4), sondern entwickelst das System für unvorhersehbare Endgeräte selbst. Dies erfüllt das Merkmal der „besonders schwierigen Gestaltungsaufgabe“ (oft TG 5/6).
Motion Design & Video-Editing: Du animierst Grafiken in After Effects und schneidest Footage für Social Media.
„Herstellung von Vorlagen für reproduktionstechnische Zwecke“
Erweiterter Aufgabenbereich: HR wertet dies oft nur als einfache „Ausführung“ und übersieht dadurch die fachliche Mehrleistung. Dein Hebel: Die „Kombination mehrerer Fachgebiete“ (Design + Bewegtbild + Audiotechnik) sprengt die Standard-Tätigkeit und legitimiert eine Höhergruppierung.
Crossmediale Bildredaktion (inkl. AI & Rechte): Lizenzen für weltweite Online-Nutzung klären, Metadaten pflegen, Midjourney-Prompts texten.
„Auswahl und Bearbeitung von Bildvorlagen“
Eigenverantwortung & Haftungsrisiko: Digital Rights Management erfordert rechtliches Know-how; KI-Generierung konzeptionelle Tiefe. Das ist keine „Zuarbeit“ mehr, sondern eine „Tätigkeit mit erhöhter Verantwortung“.
Eingruppierung Buchhandel Gestalter (E-Commerce-Fokus): Du gestaltest nicht nur Lesezeichen, sondern optimierst den Visual-Flow des Online-Shops.
„Werbemittel-Gestaltung nach Vorgabe“
Wirtschaftlicher Impact: Conversion-Rate-Optimierung durch Visuals ist strategische Arbeit. Du gestaltest nicht nur, du steuerst Nutzerverhalten. Das fällt unter „Tätigkeiten, die erweiterte Fachkenntnisse erfordern“.
Praxisfallstudien: Erfolgreiche Durchsetzung der Höhergruppierung
Theorie ist wichtig, aber die Praxis bringt das Geld. Lass uns betrachten, wie diese Übersetzung in der Praxis funktioniert. Der folgende Fall ist aus realen Branchenbeobachtungen der letzten beiden Jahre abgeleitet.
Fallstudie: Bildredakteurin (Print vs. Crossmedia)
Lisa war seit fünf Jahren in einem mittelständischen Zeitschriftenverlag, wo sie in Tarifgruppe 4 eingestuft war, tätig. Ihre offizielle Aufgabe: Bilder aus Datenbanken laden und für den Druck aufhellen. Die Realität im Jahr 2024: Sie kümmerte sich um die visuelle Gestaltung des Instagram-Feeds, verhandelte Buy-Outs für internationale Web-Lizenzen mit freien Fotografen und brachte Volontäre im Umgang mit Bild-KIs zur Erstellung von Layout-Scribbles auf den neuesten Stand.
Als Lisa nach einer Gehaltserhöhung fragte, wies die Personalabteilung dies mit der Begründung „kein Budget“ ab. Lisa passte die Taktik an. Sie sprach nicht mehr über das Gehalt, sondern verlangte eine Überprüfung der Eingruppierung. Sie belegte, dass 60 % ihrer Zeit mit den Lizenzverhandlungen (erhöhtes wirtschaftliches Risiko für den Verlag bei Fehlern) und der strategischen Social-Media-Kuratierung (eigenverantwortliche Konzeption) verbraucht wurden. Der Betriebsrat intervenierte. Ergebnis: Höhergruppierung in Gruppe 6 mit rückwirkender Wirkung. Gehaltssprung: beinahe 500 Euro brutto monatlich.
Experten-Takeaway
Ein zentraler Satz, den Organisationsentwickler auf den neuesten HR- und Recruiting-Konferenzen immer wieder predigen und den du dir einrahmen solltest, lautet:
HR bewertet nicht, welche Software du bedienst, sondern welchen unternehmerischen Schmerz du löst.“
Die inhaltliche und faktische Grundlage für diesen Ansatz haben wir von Experten und Quellen destilliert, deren Keynotes und Fachbücher genau dieses Prinzip lehren:
Chris Do (Gründer von „The Futur“): Der international bekannte Business-Coach für Kreative predigt in seinen Vorträgen und YouTube-Sessions unermüdlich den Wechsel vom „Tool-Denken“ zum „Business-Impact“. Sein zentraler Ansatz: Kunden (oder Arbeitgeber) bezahlen nicht für das Beherrschen von Software wie After Effects oder Figma, sondern für das Lösen von Geschäftsproblemen (z. B. Umsatzsteigerung, Inhouse-Kostenreduktion).
Blair Enns (Autor von „The Win Without Pitching Manifesto“): Ein Standardwerk für Kreative, das genau diesen Schmerzpunkt aufgreift. Enns argumentiert, dass Kreativ-Professionals ihren Wert nicht über handwerkliche Ausführung definieren dürfen, sondern über den strategischen Wert und die wirtschaftliche Problemlösung.
Martin Wehrle (Gehalts- und Karrierecoach): Im deutschsprachigen Raum ist Wehrle („Geheime Tricks für mehr Gehalt“) einer der bekanntesten Vertreter der These, dass in Gehaltsverhandlungen niemals mit Schweiß, Aufwand oder bloßen Tätigkeitserweiterungen argumentiert werden darf, sondern immer mit dem konkreten „Nutzen“ oder dem „Lösen von Schmerzpunkten“ für das Unternehmen.
Ljubow Chaikevitch (Gründerin von „Frau Verhandelt“): Sie betont in ihren Verhandlungstrainings (und Keynotes auf diversen New-Work-Festivals) immer wieder, dass der Fokus weg von der bloßen Aufgabenliste hin zum messbaren Mehrwert („Was spare oder verdiene ich dem Unternehmen?“) gelenkt werden muss, um HR-Abteilungen zu überzeugen.
Sollten deine Fähigkeiten in After Effects oder Figma also dazu führen, dass der Verlag keine externen Agenturen engagieren muss, beginnst du plötzlich, betriebswirtschaftlich zu argumentieren. Das ist ein starkes Argument für eine tarifliche Höhergruppierung.
Cheat Sheet fürs Mitarbeitergespräch
Lass Sätze wie „Alles kostet mehr“ oder „Ich strenge mich doch so sehr an“ hinter dir. Eine Einstufung gemäß Tarifvertrag Medien in einer Gehaltsverhandlung ist kein Betteln um Almosen, sondern ein juristisch-formeller Prozess. Um mehr Geld zu bekommen, musst du nachweisen, dass sich dein Jobprofil strukturell verändert hat.
Hier ist dein Zeitplan:
Phase 1: Das Logbuch (Beweislastumkehr)
Drei Monate vor dem Gespräch solltest du anfangen, deine Aktivitäten zu erfassen. Halte jede Aufgabe fest, die nicht in deinem ursprünglichen Vertrag steht oder die viel Eigenverantwortung erfordert. Gib den Zeitaufwand in Stunden und Prozent daneben an. Behalte die 50-Prozent-Regel (die „überwiegende Tätigkeit“) im Hinterkopf.
Es geht um Daten, nicht um Gefühle.
Phase 2: Die Lücke darstellen
Mach einen Screenshot deines aktuellen Vertrags und der Tätigkeitsmerkmale deiner Tarifgruppe. Textmarkiere alles, was du heute machst und was dort *nicht* zu sehen ist.
Stufe 3: Der Perspektivwechsel während des Gesprächs
Du bittest nicht um eine Gehaltserhöhung. Du teilst deinen Vorgesetzten mit, dass du über dein aktuelles Aufgabenfeld hinausgewachsen bist. Das Framing besagt: „Ich liebe meine neuen, verantwortungsvollen Aufgaben und möchte sie erweitern. Es ist notwendig, dass wir meine tarifliche Eingruppierung der Realität anpassen, um alles sauber zu dokumentieren.“
Vorlage & Checkliste: Dein Arbeitsmaterial für die HR-Abteilung
Nachdem du deine Führungskraft an Bord hast (oder sie zumindest informiert hast), geht es jetzt darum, eine Gehaltsverhandlung offiziell zu beantragen. Die Personalabteilung benötigt etwas Schriftliches. Falls dein Unternehmen einen Betriebsrat hat, setze ihn unbedingt vorher ins CC. Entgelttabellen sind Betriebsräten bestens vertraut, weshalb sie sofortige Entkräftungen von HR-Ausreden liefern können.
Greife für deinen formlosen Antrag bei der Personalabteilung auf diese bewährte Vorlage zurück:
Nutze für deinen formlosen Antrag bei der Personalabteilung diese praxiserprobte Vorlage zur Höhergruppierung in Medienberufen:
Betreff: Antrag auf Überprüfung und Anpassung meiner tariflichen Eingruppierung
Sehr geehrte(r) [Name HR-Ansprechpartner],
im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung unserer Publikationen hat sich mein Aufgabenbereich in den letzten [Anzahl] Monaten grundlegend gewandelt. Zu meinen überwiegenden Tätigkeiten (über 50 % meiner Arbeitszeit) gehören nun:
Die eigenverantwortliche Konzeption von Digital-First-Layouts
Die Entwicklung und Pflege responsiver Web-Komponenten
Das Motion Design für unsere digitalen Distributionskanäle (inkl. Budget-/Ressourcenplanung für diese Projekte)
Diese Aufgaben erfordern ein hohes Maß an selbstständiger konzeptioneller Arbeit sowie erweiterte Fachkenntnisse. Sie übersteigen die Tätigkeitsmerkmale meiner aktuellen Eingruppierung (Tarifgruppe [Deine aktuelle Gruppe]) deutlich.
Die beschriebenen Tätigkeiten entsprechen vielmehr den qualitativen Anforderungen der Tarifgruppe [Deine Ziel-Gruppe], da hier komplexe, medienübergreifende Gestaltungsleistungen eigenverantwortlich umgesetzt werden. Ein entsprechendes detailliertes Tätigkeitsprotokoll der letzten drei Monate liegt diesem Schreiben bei.
Ich bitte daher um eine zeitnahe Überprüfung und entsprechende Anpassung meiner tariflichen Eingruppierung (inkl. entsprechender Gehaltsanpassung) rückwirkend zum [Datum, ab dem du die neuen Aufgaben nachweislich dauerhaft machst].
Für Rückfragen und ein klärendes Gespräch stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen,
[Dein Name]
Sei dein eigener Anwalt
Als hervorragende Leistungen schützen Tarifverträge vor Willkür und bieten eine stabile Grundlage. Doch sie sind auch schwerfällige Dinosaurier in einer Branche, die sich im Tempo von Software-Updates neu erfindet.
Es wird niemand aus der HR-Abteilung von sich aus auf dich zukommen und sagen: „Hey, du machst da gerade richtig krasses UX-Design, lass uns dein Gehalt mal nach oben korrigieren.“ Das gehört zu deinem Job. Werde dein eigener Anwalt.
Halte deine Arbeit fest. Mach dich mit den sperrigen Vokabeln deines Tarifvertrags vertraut. Bring deine modernen Skills in die Sprache der Entscheidungsträger und untermauere alles mit deinem wirtschaftlichen Impact. Das nächste Mal, wenn du im Jahresgespräch mit schwitzigen Händen sitzt, hast du nicht nur vage Hoffnungen, sondern klare Fakten im Gepäck.
Hast du schon mal erfolgreich eine Höhergruppierung erreicht oder bist du noch in einer alten Tarifgruppe? Teile deine Erfahrungen mit uns – die Tarif-Illusion verliert nur dann ihren Schrecken, wenn wir als Branche offen über Gehälter reden.
Inhaber und Geschäftsführer von Kunstplaza. Publizist, Redakteur und passionierter Blogger im Bereich Kunst, Design und Kreativität seit 2011. Erfolgreicher Abschluss in Webdesign im Rahmen eines Hochschulstudiums (2008). Weiterentwicklung von Kreativitätstechniken durch Kurse in Freiem Zeichnen, Ausdrucksmalen und Theatre/Acting. Profunde Kenntnisse des Kunstmarktes durch langjährige journalistische Recherchen und zahlreichen Kooperationen mit Akteuren/Institutionen aus Kunst und Kultur.
Ein Grundbedürfnis eines jeden künstlerisch schaffenden Menschen dürfte es wohl sein, von seiner Kunst leben zu können.
Um die eigene Existenz zu sichern, ist es unabkömmlich, mit Kunst Geld zu verdienen. Tatsächlich können heutzutage – entgegen der mehrheitlichen Wahrnehmung – viele Künstler von ihrem kreativen Schaffen gut leben. Dennoch ist eine überwiegende Mehrheit aller freischaffenden Künstler noch auf weitere Einnahmequellen (z.B. Kurse geben, Auftragsarbeiten, Nebenjobs, usw.) angewiesen.
Die Anerkennung als Künstler bringt oft noch keine unmittelbare finanzielle Sicherheit mit sich. Daher sind Künstler auch oft gleichzeitig Lebenskünstler.
Die Möglichkeiten, von der eigenen Kunst leben zu können, sind durch das Internet und die sozialen Medien allerdings stark gewachsen. Als Künstler muss man jedoch vielseitig und flexibel sein, um Erfolg zu haben. Auch ein gewisses Maß an Durchhaltevermögen ist essentiell.
Kundenpflege und Selbstmarketing sind ebenfalls wichtige Säulen für den Erfolg als Künstler.
In dieser Rubrik tragen wir zahlreiche Beiträge, Informationen, Tipps und Ratschläge zusammen, die Ihnen dabei helfen sollen, von Ihrer Kunst zu leben.
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