Lärm ist einer der größten Produktivitätskiller in modernen Arbeitsumgebungen, weshalb effektiver Schallschutz heute wichtiger denn je ist. Tatsächlich kann Lärm im Büro die Produktivität und das Wohlbefinden der Mitarbeiter deutlich beeinträchtigen. Besonders alarmierend: Laut Arbeitsschutzrichtlinien sollte der Geräuschpegel im Büro idealerweise unter 55 dB liegen, was in der Praxis häufig überschritten wird.
Der richtige Schallschutz im Büro bietet jedoch nicht nur Ruhe, sondern verbindet auch Gesundheitsaspekte mit Nachhaltigkeit.”
Moderne Schallabsorber bestehen beispielsweise aus zu 100 % recyceltem Material. Beeindruckend ist dabei, dass aus jeweils 74 PET-Flaschen ein Quadratmeter schallabsorbierende PET-Faser entstehen kann. Innovative Lösungen reduzieren die Lautstärke um bis zu 50 % und erfüllen gleichzeitig die Brandschutzklasse B1 nach DIN 4102.
In diesem Artikel erfahren Sie, wie intelligenter Schallschutz funktioniert, und konnten im Rahmen unserer Recherchen auf die Expertise von Silenti zurückgreifen. Außerdem zeigen wir Ihnen, welche Lösungen es für verschiedene Räume gibt und wie Sie durch die richtige Planung langfristig von den Vorteilen profitieren können – sowohl in der Wohnung als auch im Großraumbüro.
In modernen Lebens- und Arbeitsumgebungen wird die Belastung durch Lärm oft unterschätzt. Dennoch zeigen wissenschaftliche Untersuchungen, dass etwa 75 Prozent der Menschen in Deutschland sich in ihrem Wohnumfeld durch den Straßenverkehrslärm gestört oder belästigt fühlen. Die Frage, was ein intelligenter Schallschutz heute leisten muss, ist daher von großer Bedeutung für unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden und die Nachhaltigkeit.
Lärm als unterschätzter Stressfaktor
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichnet Lärm neben der Luftverschmutzung als bedeutendstes umweltbedingtes Gesundheitsrisiko. Das sieht auch das Deutsche Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung so. Zahlreiche Studien belegen die erheblichen gesundheitlichen Auswirkungen: Ab einer Dauerbelastung von 60 bis 65 dB(A) spricht die Lärmwirkungsforschung von einer gesundheitlichen Beeinträchtigung.
Besonders alarmierend ist, dass Männer in lauten Wohnungen mit einem Tagesmittelungspegel von über 65 dB(A) ein um 20 bis 30 Prozent höheres Risiko haben, einen Herzinfarkt zu erleiden, als Männer aus ruhigeren Umgebungen.
Selbst wenn wir den Lärm nicht bewusst wahrnehmen, reagiert unser Körper darauf. Bei nächtlicher Lärmbelastung gerät der Körper in einen Alarmzustand, den Lärmstress. Dabei schütten die Nebennieren Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol aus, was zu einem Anstieg des Pulses um drei bis fünf Schläge pro Minute führt. Bereits ab einer nächtlichen Lautstärke von 45 Dezibel sind Schlafstörungen möglich, die sich negativ auf die Gesundheit auswirken können.
Ferner kann chronischer Lärm zu weiteren Gesundheitsproblemen führen:
Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck und Herzinfarkt
Psychische Belastungen wie Depressionen und Nervosität
Konzentrationsstörungen und verminderte Leistungsfähigkeit
Erhöhtes Diabetesrisiko durch Veränderungen des Hormonhaushalts
Laut WHO gehen europaweit jährlich über 1,3 Millionen gesunde Lebensjahre durch Lärmbelastung verloren. Es wird sogar geschätzt, dass rund drei Prozent aller Herzinfarktfälle in Deutschland durch Straßenverkehrslärm hervorgerufen werden.
Verbindung von Ruhe, Gesundheit und Nachhaltigkeit
Moderner Schallschutz muss heute mehr leisten als nur Lärm zu reduzieren. Er verbindet die Aspekte Gesundheitsschutz, Wohlbefinden und ökologische Nachhaltigkeit. Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP arbeitet beispielsweise an Lösungen, die Schall mit Hilfe nachhaltig hergestellter Produkte absorbieren und damit die Lebens- und Arbeitsqualität verbessern.
Ein effektiver Schallschutz ist sowohl für Wohnräume als auch für Arbeitsumgebungen entscheidend. In der eigenen Wohnung, im Haus oder im Büro erwarten wir eine ruhige Raumatmosphäre, die uns vor störenden Geräuschen schützt. Nur so sind erholsames, gesundes Wohnen, ruhiger Schlaf und leistungsorientiertes Arbeiten möglich.
Besonders interessant ist die Entwicklung innovativer Schallschutz-Elemente, die optimalen Schallschutz nicht nur mit Design-Aspekten, sondern auch mit Ökologie verbinden. Nachhaltige Absorber erreichen die Schallschutzklasse A und bieten damit hervorragende akustische Werte für viele Einsatzbereiche. Materialien mit positiven Schallabsorptionseigenschaften sind beispielsweise Dämmstoffe aus Zellulose, Holzfaserdämmplatten oder Hanfdämmung. Der hervorragende Schallschutz resultiert dabei aus der eingebauten Masse und der porösen Struktur des Materials.
In Großraumbüros wird der Zusammenhang zwischen verbesserter Akustik und Gesundheit besonders deutlich. Wer als Unternehmer in umfassenden Schallschutz investiert, trägt wesentlich zur Gesunderhaltung und Leistungsfähigkeit seiner Mitarbeiter bei. Laut der Europäischen Umweltagentur entstehen für jeden in Lärmschutzmaßnahmen investierten Euro zehn Euro an gesellschaftlichem Nutzen.
Für einen nachhaltigen und wirksamen Schallschutz ist folglich ein ganzheitlicher Ansatz erforderlich – einer, der sowohl die gesundheitlichen Aspekte als auch ökologische Nachhaltigkeit berücksichtigt und dabei ästhetische sowie funktionale Anforderungen erfüllt.
Wie Schall funktioniert – und wie man ihn kontrolliert
Wie funktioniert Schall? Foto von Getty Images @gettyimages, via Unsplash
Um effektiven Schallschutz zu realisieren, muss man zunächst verstehen, wie Schall entsteht und sich ausbreitet. Schall besteht vereinfacht gesagt aus Druckwellen, die sich in einem Medium fortbewegen und vom menschlichen Ohr wahrgenommen werden können.
Luftschall vs. Körperschall
Bei der Schallausbreitung unterscheidet man grundsätzlich zwei Arten: Luftschall und Körperschall. Diese Unterscheidung ist für die Planung wirksamer Schallschutzmaßnahmen entscheidend.
Luftschall ist jener Schall, der sich von einer Geräuschquelle in Form von Schallwellen über die Luft ausbreitet. Das menschliche Gehör kann diesen Schall im Frequenzbereich von 20 bis 20.000 Hz wahrnehmen. Er breitet sich in Luft bei 20°C mit einer Geschwindigkeit von etwa 340 Metern pro Sekunde aus. Typische Beispiele für Luftschall sind Gespräche, Musik oder Verkehrslärm.
Körperschall hingegen breitet sich in festen Körpern wie Stein, Beton, Stahl oder Holz aus. Er entsteht durch die direkte akustische Anregung eines Bauteils und wird an der Körperoberfläche in Luftschall umgewandelt, wodurch er für uns hörbar wird. Zu dieser Kategorie zählen Trittschall oder die Geräusche haustechnischer Anlagen wie Wärmepumpen. Die Übertragung in festen Körpern kann wesentlich schneller und effizienter erfolgen als in der Luft.
Ein entscheidender Punkt bei der Schallbekämpfung: Während harte, glatte Oberflächen den Schall reflektieren, können weiche, poröse Materialien ihn absorbieren. Dies bildet die Grundlage für die meisten Schallschutzmaßnahmen in Innenräumen.
Nachhallzeit und ihre Bedeutung
Die Nachhallzeit ist eine zentrale Kenngröße für die Raumakustik. Sie ist definiert als die benötigte Zeit damit der Schallpegel im Raum um 60 Dezibel (dB) abklingt, nachdem die Schallquelle abgeschaltet wurde. Häufig wird sie auch als „Reverberationszeit“ oder „RT60“ bezeichnet.
Die Nachhallzeit wird in Sekunden gemessen und hängt maßgeblich von zwei Faktoren ab:
Dem Volumen des Raumes – große Räume hallen länger.
Der Schallabsorption durch Oberflächen und Objekte im Raum
Für verschiedene Raumtypen gelten unterschiedliche Empfehlungen für optimale Nachhallzeiten:
Wohnräume: 0,3–0,5 Sekunden
Büros und Besprechungsräume: 0,4–0,6 Sekunden
Klassenzimmer: 0,4–0,8 Sekunden
Konzertsäle: 1,2–2,2 Sekunden (je nach Musikstil)
In Konzertsälen ist die Raumakustik meist besonders intensiv – auch bedingt durch die lange Nachhallzeit. Foto von PT Russell @pt_photos, via Unsplash
Die praktische Bedeutung dieser Werte ist erheblich. In Räumen mit zu langer Nachhallzeit könnten Telefonate und Besprechungen schwer verständlich und die Konzentration eingeschränkt sein, während ein Raum mit zu kurzer Nachhallzeit möglicherweise steril und ungemütlich klingt.
Typische Schallquellen in Wohn- und Arbeitsräumen
In modernen Gebäuden lassen sich zahlreiche Schallquellen identifizieren, die den akustischen Komfort beeinträchtigen können. Laut einer Umweltbewusstseinsstudie aus dem Jahr 2024 fühlen sich etwa 58 Prozent der Befragten durch Geräusche der Nachbarn und 31 Prozent durch industrielle und gewerbliche Anlagen in ihrem Wohnumfeld gestört.
Zu den häufigsten Lärmquellen zählen:
In Wohnbereichen: Nachbarschaftslärm, Gartengeräte wie Rasenmäher, gebäudetechnische Anlagen wie Wärmepumpen und persönlicher Lärm bei privaten Feiern
In Arbeitsumgebungen: Gespräche, Telefonate, Drucker, Klimaanlagen sowie Außengeräusche wie Verkehrslärm
In beiden Bereichen: Trittschall von Fußböden, Geräusche von Wasserrohren und Haustechnik
Für die Kontrolle dieser Schallquellen gibt es verschiedene Ansätze. Zur Reduzierung des Luftschalls werden häufig schallabsorbierende Materialien an Wänden und Decken angebracht. Für Körperschall sind dagegen mechanische Unterbrechungen oder elastische Materialien zwischen Oberflächen und tragenden Strukturen effektiv.
In Büroumgebungen, insbesondere in Großraumbüros, ist das Hauptziel, Zusammenarbeit und Konzentration auszubalancieren. Hier kann die Kombination aus Absorptionsmaterialien und gezielter Raumplanung die Schallausbreitung deutlich verbessern. Für akustisch wirksame Räume sollte die Planung stets mit der Berechnung der Nachhallzeit beginnen.
Lösungen für verschiedene Räume: Wohnung, Büro, Großraumbüro
Jeder Raumtyp stellt eigene Anforderungen an effektiven Schallschutz. Die richtige Lösung hängt dabei nicht nur von der Raumgröße ab, sondern auch von dessen Nutzung und den spezifischen Schallquellen.
Schallschutz im Wohnzimmer: Textilien, Möbel, Wandpaneele
Schallschutz im Wohnzimmer vereint häufig schallreduzierende Materialien mit designorientierter Optik. Foto von Mohamed Nohassi @coopery, via Unsplash
Die eigenen vier Wände sollten eine Oase der Ruhe sein, allerdings kommt diese oft zu kurz durch störende Geräusche von außen und aus Nachbarwohnungen. Ein effektiver Schallschutz im Wohnzimmer beginnt mit der richtigen Einrichtung. Teppiche, Vorhänge und Polstermöbel fungieren als natürliche „Schallschlucker“ und verbessern mit wenig Aufwand den Schallschutz.
Bei der Möbelplatzierung gilt: Schränke und Regale sollten nicht direkt an der Wand stehen und nicht an Wänden befestigt sein. Ein geringer Abstand zur Wand lässt Möbel als Absorber wirken. Besonders effektiv sind schwere, hohe Bücherregale an Wänden, die an Nachbarn grenzen – sie bilden eine natürliche Barriere gegen Lärm.
Für die Fenster empfiehlt sich die Verwendung von Dichtungsbändern aus Gummi oder Schaumstoff, die Spalten und Ritzen schließen. Bei stärkerer Lärmbelastung bieten Schallschutzfenster mit Mehrfachverglasung zusätzlichen Schutz. Schwere Vorhänge oder spezielle Lärmschutzvorhänge aus dicken Stoffen wie Baumwolle, Samt, Wolle oder Akustikstoffen reduzieren ebenfalls eindringende Geräusche.
Akustikpaneele oder schallabsorbierende Wandverkleidungen eignen sich hervorragend für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern mit dünnen Wänden. Diese leicht zu installierenden Elemente wirken wie Puffer für Geräusche und verleihen dem Raum gleichzeitig eine moderne Note.
Schallschutz im Büro: Trennwände, Akustikpaneele, Verhaltensregeln
Ästhetisch ansprechender Schallschutz an Decke und Wänden in Arbeitsumgebung Foto von Giulia Squillace @giuliasq, via Unsplash
Im Büro ist eine ruhige Arbeitsumgebung entscheidend für Konzentration und Produktivität. Laut einer Harvard-Studie benötigen Menschen bis zu 23 Minuten, um nach einer akustischen Ablenkung wieder in ihren Arbeitsfluss zu finden.
Für den Schallschutz im Büro eignen sich besonders:
Akustikdecken aus schallabsorbierenden Materialien wie Mineralwolle, Polyester oder speziellen Akustikplatten
Trennwände aus schallisolierenden Materialien wie Schaumstoff, Filz oder Holz mit schallabsorbierenden Einsätzen
Wandabsorber direkt an den Wänden angebracht, die Schallwellen einfangen
Für kleinere Büros oder Heimarbeitsplätze sind modulare Acoustic Rooms eine praktische Lösung. Diese eigenständigen Räume bestehen aus schallabsorbierenden Materialien und schaffen eine Umgebung frei von störenden Geräuschen.
Schallreduzierende Akustikelemente in einem Konferenzraum Foto von Andrej Lišakov @lishakov, via Unsplash
Auch Verhaltensregeln tragen wesentlich zur Lärmreduktion bei. Längere Telefonate sollten in separaten Räumen oder Telefonkabinen geführt werden. Gespräche zwischen Kollegen sollten leise geführt oder in Besprechungsräume verlegt werden. Das Einführen von “Ruhezonen” oder “Quiet Hours”, in denen besonders leise gearbeitet wird, hat sich in vielen Teams bewährt.
Schallschutz im Großraumbüro: Raum-in-Raum-Systeme und Zonierung
In Großraumbüros ist die akustische Herausforderung besonders groß. Bis zu 54% der Angestellten in Büros berichten über Lärm als heftigstem Störfaktor. Untersuchungen zeigen, dass 99% der Befragten durch Lärm in ihrer Konzentration beeinträchtigt werden.
Raum-in-Raum-Systeme bieten hier eine innovative Lösung. Diese adaptiven Module ermöglichen eine flexible Zonierung innerhalb offener Bürolandschaften. Ohne bauliche Maßnahmen können Arbeitsbereiche mit optimaler Akustik für Telefonate, Einzelarbeit oder Meetings geschaffen werden. Die freistehende Konstruktion ermöglicht schnelle Anpassungen an veränderte Anforderungen.
Ein effektiver Ansatz für die Zonierung teilt das Großraumbüro in verschiedene funktionale Bereiche:
Ruhezonen für konzentriertes Arbeiten
Kommunikationszonen für Austausch
Telefonbereiche für ungestörte Gespräche
Für den optimalen Schallschutz im Großraumbüro müssen drei Mittel kombiniert werden: den Raum mit schallabsorbierenden Maßnahmen dämpfen, einzelne Zonen durch Schallschirme akustisch entkoppeln und bei Bedarf den Raum zusätzlich beschallen (Maskierung). Der Einsatz nur eines dieser Mittel ist meist unzureichend.
Schallschirme sollten mindestens 1,5 m hoch sein, um eine Schallpegelreduktion zwischen benachbarten Arbeitsplätzen von 5-10 dB zu erreichen. In der Praxis werden große Zonen erfolgreich mit mindestens 1,8 m hohen Schirmen und einzelne Arbeitsplätze mit 1,6 m hohen Schirmen akustisch isoliert.
Materialien und Produkte für nachhaltigen Schallschutz
Nachhaltige Materialien rücken im Bereich Schallschutz zunehmend in den Vordergrund. Diese verbinden hervorragende akustische Eigenschaften mit umweltbewusster Produktion und bilden damit die Grundlage für moderne Schallschutzlösungen.
Schallabsorber aus recyceltem PET
Die Verwendung von recyceltem PET für Schallabsorber stellt eine besonders umweltfreundliche Alternative dar. Diese Akustikelemente bestehen zu großen Teilen aus recycelten PET-Flaschen und können am Ende ihres Lebenszyklus erneut recycelt werden. Gegenüber der Herstellung von neuem PET werden mit recyceltem PET bis zu 80% der Energie eingespart. Der CO₂-Ausstoß reduziert sich dadurch massiv und liegt deutlich unter dem anderer Akustikelemente.
Beeindruckend sind außerdem die hervorragenden Schallabsorptionswerte dieser Materialien, besonders im Sprachbereich. Die offenporige Struktur absorbiert Schallwellen effektiv, bevor diese reflektiert werden können. Darüber hinaus sind diese Materialien schwer entflammbar, geruchs- und emissionsarm sowie absolut unbedenklich für den Innenbereich.
Schallschutzplatten für Decke und Wand
Moderne Schallschutzplatten für Decken und Wände bieten verschiedene Montagemöglichkeiten. Wandpaneele werden typischerweise mit selbstklebenden Klettbändern oder mit Schrauben und Dübel befestigt. Deckenpaneele hingegen sind oft mit Kabelmontagen ausgestattet, deren Länge individuell angepasst werden kann.
Diese Platten erfüllen zudem höchste Anforderungen von eco-bau und Minergie-Eco bezüglich ökologischer und gesundheitlicher Vorgaben mit der Bewertung eco-1. Besonders bemerkenswert ist ihre Robustheit – sie sind schlagfest und feuchtigkeitsbeständig, weshalb sie auch in stark belasteten Umgebungen wie Produktionshallen oder sogar Hallenbädern eingesetzt werden können.
Design trifft Funktion: Schallschutzpaneele als Gestaltungselement
Moderne Schallabsorber müssen nicht mehr wie Eierkartons aussehen. Heutige Akustikpaneele verbinden Funktionalität und Ästhetik auf höchstem Niveau. Sie sind in unterschiedlichen Formen erhältlich – von klassischen rechteckigen Paneelen bis hin zu kreativen, geometrischen Mustern.
Für die Gestaltung stehen über 50 Farben zur Auswahl, von neutralen Tönen wie Grau und Beige bis hin zu lebhaften Farben wie Türkisblau und Sonnengelb. Dementsprechend können Schallschutzpaneele gezielt als dekoratives Element eingesetzt werden, um Wände oder Decken zu gestalten und gleichzeitig die Raumakustik zu optimieren. Folglich sind sie nicht nur funktional, sondern auch ein echter Hingucker, der zu jedem Einrichtungsstil passt.
Planung, Umsetzung und langfristige Wirkung
Die erfolgreiche Implementierung von Schallschutzmaßnahmen erfordert sorgfältige Planung und fachgerechte Umsetzung. Nur dadurch können die langfristigen Vorteile für Gesundheit und Produktivität optimal genutzt werden.
Wie viel Schallschutzfläche ist nötig?
Für eine effektive Raumakustik ist die Berechnung der benötigten Schallabsorberfläche entscheidend. Tatsächlich wird nur mit der richtigen Menge an Absorbern die Lautstärke hörbar reduziert und der Hall eliminiert. Die Berechnung erfolgt nach einer klaren Formel: Man multipliziert den Schallabsorptionsgrad α eines Bauteils mit dessen Fläche S [m²], wodurch man die äquivalente Schallabsorptionsfläche A = α S [m²] erhält.
Da alle Begrenzungsflächen eines Raumes einen bestimmten Schallabsorptionsgrad aufweisen, lassen sich für jede einzelne Teilfläche äquivalente Schallabsorptionsflächen berechnen. Die Gesamtabsorptionsfläche ergibt sich aus der Summe aller Teilflächen: A = α₁S₁ + α₂S₂ + … = Σ αᵢSᵢ [m²].
Bei der Planung sollten folgende Faktoren berücksichtigt werden:
Raumgröße (Länge, Breite, Höhe)
Beschaffenheit der Wandflächen (glatt oder rau)
Bodenbelag (hart oder weich)
Möblierungsgrad (viel oder wenig)
Montagearten: Kleben, Hängen, Magnet
Die Montage von Schallabsorbern bietet verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten. Besonders beliebt ist das emissionsfreie Acrylatklebesystem STICKY auf der Rückseite des Akustikpaneels. Ein Linerpapier verhindert dabei das vorzeitige Trocknen des Klebers und ermöglicht eine problemlose Installation ohne Geruchsbildung nach der Montage.
Montage von Schallschutz-Platten Foto von Getty Images @gettyimages, via Unsplash
Alternativ dazu bieten in Schallabsorbern integrierte Magnete eine flexible Lösung für Wände und Decken. Mit nur einem Klick werden die Elemente befestigt und können bei Bedarf ebenso leicht wieder entfernt werden. Für Deckenmontagen eignen sich besonders Seilsysteme, die direkt unter der Decke befestigt und an die Raumgröße angepasst werden können.
Zusätzlich können spezielle Rahmen (upFRAME) die Paneele in dreidimensionale Akustikbilder verwandeln, die mittels Haken aufgehängt werden. Für bestehende Systemdecken ist das einfache Einlegen der Schallabsorberplatten ohne zusätzliches Zubehör möglich.
Langfristige Vorteile für Gesundheit und Produktivität
Die Investition in Schallschutz zahlt sich langfristig aus. Millionen Menschen in Deutschland fühlen sich durch Lärm gestört und befürchten negative Auswirkungen auf ihre Gesundheit. Übermäßiger Lärm kann nachweislich zu Stress, Schlafstörungen und sogar Hörverlust führen.
Darüber hinaus verbessert eine gute Raumakustik in Büros und Bildungseinrichtungen die Sprachverständlichkeit und Konzentration, was wiederum die Produktivität und das Lernen fördert. In Wohngebäuden erhöht ein effektiver Schallschutz die Lebensqualität durch mehr Privatsphäre und Komfort.
Nicht zu vergessen sind die rechtlichen Anforderungen: Die Einhaltung von Schallschutznormen ist gesetzlich vorgeschrieben und hilft, rechtliche Konsequenzen zu vermeiden. Insgesamt trägt eine durchdachte akustische Planung zu einer angenehmeren und gesünderen Umgebung bei – ein Mehrwert, der weit über die anfängliche Investition hinausreicht.
Fazit
Effektiver Schallschutz stellt heutzutage zweifellos mehr dar als nur eine angenehme Ergänzung für moderne Gebäude. Die richtige Kombination aus nachhaltig produzierten Materialien und durchdachter Planung schafft Räume, die nicht nur akustisch optimiert sind, sondern auch zum Wohlbefinden der Menschen beitragen.
Unternehmen sollten daher den Schallschutz nicht als Kostenfaktor, sondern vielmehr als Investition in die Gesundheit und Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter betrachten. Aufgrund der vielfältigen verfügbaren Materialien und Montagemöglichkeiten lässt sich heute für jede Raumsituation eine passende Lösung finden.
Abschließend bleibt festzuhalten: Intelligenter Schallschutz verbindet Ruhe, Gesundheit und Nachhaltigkeit zu einem ganzheitlichen Konzept, das sowohl ökologischen als auch ökonomischen Mehrwert schafft. Wer frühzeitig in durchdachte akustische Lösungen investiert, profitiert langfristig von einer verbesserten Lebens- und Arbeitsqualität sowie einer nachhaltigeren Umwelt.
Inhaber und Geschäftsführer von Kunstplaza. Publizist, Redakteur und passionierter Blogger im Bereich Kunst, Design und Kreativität seit 2011. Erfolgreicher Abschluss in Webdesign im Rahmen eines Hochschulstudiums (2008). Weiterentwicklung von Kreativitätstechniken durch Kurse in Freiem Zeichnen, Ausdrucksmalen und Theatre/Acting. Profunde Kenntnisse des Kunstmarktes durch langjährige journalistische Recherchen und zahlreichen Kooperationen mit Akteuren/Institutionen aus Kunst und Kultur.
Rubrik für Innenarchitektur, Interior Design, Raumgestaltung, Wohndesign, Objekteinrichtung, Produkt- und Materialinnovation.
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