WTAWT oder das Gegenteil davon: Three Studies of Lucian Freud (Triptychon)

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Wenn Sie auf “WTAWT” (“What the Artist wants to tell” oder “Was der Künstler uns sagen will”) klicken, erwartet Sie Spaß. Purer Spaß, verrückter Spaß, schwachsinniger Spaß – und doch wieder einmal kein Spaß, der völlig ohne Niederschrift von Hintergrundwissen auskommt. Spaß ohne Hintergrundwissen können Sie mit Ihrem Hund auf der Spielwiese haben, aber schon bei der freudigen Interaktion mit einem anderen Menschen wäre es gut, wenn Sie eine Vorstellung davon haben, was Sie gerade tun …

Und wenn es in WTAWT darum geht, die berühmtesten Gemälde der Welt auf spaßige Art vorzustellen, geht eben auch das nicht ohne etwas Hintergrundwissen zu diesen Gemälden. Aber keine Angst, wir halten den Ball ganz flach, der größte Teil des Textes ist wirklich nur dazu da, Ihre Phantasie anzuregen und Sie am besten ab und zu zum Lachen zu bringen.

Diesmal wollen wir Ihnen das Werk eines Künstlers vorstellen, das am 12. November 2013 zum teuersten Kunstwerk wurde, das auf der Welt je versteigert wurde. Und da die höchsten Preise für Kunstwerke heutzutage nur auf Versteigerungen erzielt werden, ist dieses Bild damit momentan das teuerste Bild der Welt.

Mit folgenden Einschränkungen: Es könnte sein, dass schon wieder ein anderes Bild noch teurer versteigert wurde, das erfahren Sie dann bald, wenn ein anderer Artikel aus der Kategorie WTAWT eben dieses Kunstwerk behandelt. Es könnte auch sein, dass ein Mafiaboss oder ein mit viel Geld seines Volkes ins Exil geflüchteter Diktator für ein Kunstwerk noch mehr bezahlt hat, das findet dann aber leider (Gott sei Dank) außerhalb unseres Wissenskreises statt und kann deshalb in der Kategorie WTAWT nicht behandelt werden.

Das teuerste Bild der Welt also. Von wem, mit welchem Motiv, warum gemalt (und warum ist es so teuer)?

Von Francis Bacon, es stellt Lucian Freud dar, gleich dreimal, weil es ein Triptychon ist. Es heißt auch so, “Three Studies of Lucian Freud (Triptychon)”, und es wurde von Francis Bacon im Jahr 1969 gemalt. 44 Jahre später, bei der November-Auktion 2013 bei Christie’s in New York, wurde dieses Triptychon für 142,4 Millionen Dollar versteigert.

Francis Bacon (28.10.1909 – 28.04.1992) ist ein irischer Maler, der sich in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg zu einem der bedeutendsten Maler des 20. Jahrhunderts entwickelte, mit wachsender internationaler Bedeutung.

Francis Bacon hat dieses Bild gemalt, weil er sich in seinen (gegenständlich gemalten) Werken hauptsächlich mit der Darstellung des menschlichen Körpers beschäftigt, und es zeigt vermutlich deshalb Lucian Freud, weil er mit diesem schon seit über zwei Jahrzehnten befreundet war.

Portrait des Malers Francis Bacon, von Reginald Gray

Portrait des Malers Francis Bacon
von Reginald Gray [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Jedes Einzelbild des Triptychons hat die Bacon-typische Leinwandgröße 198 x 147,5 cm, die er meist benutzte. Der Grund soll gewesen sein, dass sein Atelier größere Maße nicht zuließ. Für jeden neugierigen Menschen stellt sich sofort die Frage, warum sein Atelier keine größeren Maße als 2 x 1,5 Meter zuließ, Bacon verfügte ja bestimmt den größten Teil seiner Karriere über ausreichende finanzielle Mittel, um sich ein großzügiges Atelier zu leisten.

Berechtigter Einwand, überraschende Antwort: Bacon hatte wirklich ein Atelier, das zu klein für größere Leinwände war, (mit Unterbrechungen) rund 30 Jahre lang. Es handelt sich um das obere Stockwerk eines alten Kutschenhauses in den Reece Mews im Londoner Bezirk South Kensington, mit einer engen Holzsteige als Zugang und ziemlich kleinen Fenstern.

In diesem Kutschenhaus-Atelier hatte Bacon es sich richtig gemütlich gemacht, mit einem simpel und bescheiden eingerichteten Wohnraum und einem winzigen, aber total auf seine Arbeit fokussierten Atelier-Raum, der ein Fenster an jeder Seite und ein Oberlicht hatte. Geradezu chaotisch vollgestellt mit Arbeitsutensilien und Bildern, bot dieser kleine Raum in der Mitte gerade genug Platz für die Staffelei mit dem Bild, an dem Bacon gerade arbeitete, diese Arbeitsatmosphäre soll ihm sehr zugesagt haben und ihn angespornt haben.

Falls die 147,5 cm Sie verwirren: Die Leinwand misst 78 × 58 inches, ein im Anwendungsgebiet dieser Längeneinheit übliches Leinwandmaß, die krummen Maße entstehen durch die Umrechnung, ein inch sind 2,54 cm. Ganz genau ist die Leinwand übrigens 198,12 x 147,32 cm groß.

Wie alle Bilder von Bacon hat das in Öl gemalte Triptychon keinen Schutzanstrich mit Firnis, sondern wurde gerahmt und verglast. Wie bei Bacon häufig zu sehen, wird der auf einem Holzstuhl sitzende Lucian Freud im Zentrum des Bildes von an einen Käfig erinnernden Linienkonstruktionen umgeben, einer Art Raum im Raum, die den Betrachter ausschließt. Auch wenn es sich um ein Triptychon handelt, soll uns das Bild wie alle Bilder Francis Bacons keine Geschichte erzählen. Es zeigt einfach drei Mal Lucian Freud, ohne Beziehung zueinander, ohne Sinnbezüge oder Andeutung einer dramaturgisch durchdachten Handlung.

Lucien Freud,  Enkel des Psychoanalytikers Sigmund Freud

Lucien Freud, Enkel des Psychoanalytikers Sigmund Freud
von procsilas (Flickr) [CC-BY-2.0], via Wikimedia Commons

Bacon selbst hat einmal gesagt, er sei vom Cinemascope-Format des Breitwandkinos auf die Idee mit den dreiteiligen Bildern gebracht worden. Für manche Kunstwissenschaftler ist eine solche Erklärung viel zu simpel, sie sehen hinter der dreiteiligen Leinwand eine tiefere Bedeutung und fühlen sich an Altarbilder mit aufklappbaren Flügeln erinnert.

Ein nicht kunstwissenschaftlich vorgebildeter Betrachter des Bildes überlegt sicher auch häufig, warum dieses Werk aus drei Bildern besteht, er hat vorher aber sicher noch einige andere Gedanken zum “Lucian Freud” abzuhandeln, je nach seiner persönlichen Situation:

Alexander Steinfeld sieht das Kunstwerk als dreiteiliges Poster vor sich, jedes Mal, wenn er an der komplizierten Maschine trainiert, die den Musculus quadratus lumborum, den Musculus iliopsoas, den Musculus rhomboideus major und den Musculus latissimus dorsi gleichzeitig beanspruchen soll. Wahrscheinlich hängt er deshalb verdreht wie eine Schraube im Gerät, tiefe Bauchmuskeln, den großen Rückenmuskel und den großen Rautenmuskel gleichzeitig zu trainieren, muss fast ein Ding der Unmöglichkeit sein.

Er hätte es auch für möglich gehalten, dass er kopfüber halbschräg nach unten hängen muss, um all diese Muskeln gleichzeitig zu trainieren (und er hätte genau das auch gemacht, wenn es sein müsste, wer gut aussehen will, muss eben etwas tun dafür).

Der “Ultimate Workout” ist der absolut angesagteste Fitness-Club in Düsseldorf, und Alexander Steinfeld ist froh, dass er über einen Geschäftsfreund hier Zugang bekam. Alexander Steinfeld hat das Poster immer als brauchbaren Ansporn begriffen, schon wegen der körperlich wirklich gut trainierten und kräftigen Gestalt auf den drei Bildern.

Nachdem er gerade gehört hat, dass das Original für über 140 Millionen Dollar versteigert worden ist, klappt das mit dem Ansporn noch besser. Wenn es möglich ist, mit ein paar derart banalen Bildern derartige Einnahmen zu erzielen, ist es für einen gut aussehenden Menschen mit einem optimal in Form gebrachten Körper auch möglich, den Olymp der Geschäftswelt zu erobern.

Alexander Steinfeld betreut als Motivationstrainer andere Größen der Geschäftswelt, für 85,- € pro Einzelstunde, 2375,- € pro Seminar, er kommt auf gut 15.000,- € netto im Monat. Aber wer hoch hinaus will, muss natürlich auch einen entsprechenden Lebensstil pflegen … pflegen ist eigentlich zu viel gesagt, seine Wohnung ist winzig und weit draußen und die bekommt auch nie jemand zu sehen, aber das Büro kostet einiges, und die Partys und die Geschäftsessen, und die Kleidung mit den Labels ganz bestimmter Marken, und der Leasing-BMW auch … mehr als 5.000,- € bleiben zum Anlegen eigentlich nie übrig.

Missmutig rechnet er sich bei einer besonders fiesen Trainingsfolge aus, wie lange er arbeiten müsste, bis er den Kaufpreis des Bildes, in Euro 106 Millionen, zusammenhätte … Bei einer leider nicht mehr überall greifbaren Anlage mit 10 % Verzinsung rund 300 Jahre, bei einem momentan auch für Optimisten höchstem realistischem Zinsaufkommen von rund 4 % wohl 300 Leben lang, oder noch viel länger, dann steigen die Summen ja noch viel langsamer – die Maschine knackt kräftig, Alexander hat die Lust zum Rechnen verloren.

Obwohl, denkt Alexander Steinfeld, und rechnet mal schnell hoch, wie viel die laut Prospekt vorhandenen 150 Plätze im Studio so bringen. 350,- € im Monat x 150 Trainingsstationen, sind 52.500,- € im Monat, 630.000,- € im Jahr, schon mal ein sehr viel erfolgsversprechender Einstieg, aber das sind in 30 Jahren auch erst knapp 11 Millionen, bei 10 %. Aber Moment mal, die 150 Plätze müssen ja im 2-Stunden-Takt geräumt werden, zwischen 9 Uhr und 23 Uhr, es sind also 700 Plätze á 350,- € = 245.000,- €, 2.940.000,- € im Jahr.

Ach quatsch, die sind ja nicht alle komplett belegt. Aber wenn er trainiert, ist es fas immer voll im Studio, und auch wenn es tagsüber leerer ist, darf man hier wohl von einer 75 % Ausbuchung ausgehen, also gut 500 Kunden, 2.100.000,- €. Von denen trinken bestimmt 300 nach dem Training ein Fläschchen Cristal in der Lounge, meistens zwei, für 345,- € und damit mindestens 180,- € Gewinn, sind 300 x 360,- (Essen usw. mal gar nicht gerechnet, die Lounge brummt richtig), 108.000,- € im Monat, 1.296.000,- €, + die 2.100.000,- € = 3,4 Mio, sind in 30 Jahren 60 Mio – fast die Hälfte fehlt immer noch.

Solche Verkaufspreise für Bilder sollten einfach verboten werden, und bestimmt hätte der Maler nicht im Traum diese Rechnung im Kopf aufstellen können, das Leben ist einfach ungerecht, denkt Alexander und gönnt sich im Laufe des Abends gleich vier Flaschen Champagner, mit einer sehr süßen, aber leider auch sehr durstigen Maus.

Nathalie Bruchmüller soll für ihr Kunststudiums ein Referat über den Lucian Freud halten und sieht sich gerade das erste Mal eine durch Klick vergrößerbare Darstellung des Triptychons an. Sie lässt das Bild erst einmal auf sich wirken und die Gedanken frei schweifen.

Nicht gerade eine schmeichelhafte Darstellung, Lucian Freud sieht ein bisschen aus wie Rocky wohl ausgesehen hätte, wenn er Ivan Drago nicht besiegt hätte. Das Gesicht ist auf allen drei Bildern ein unartikulierter Farb-Brei, dabei war Lucian Freud (bis auf den ererbten psychotherapeutisch leicht verwirrten Blick, den er auf vielen Fotos trägt), im Gegensatz zu Francis Bacon doch echt gutaussehend?

Wahrscheinlich war es gerade das, ein Kommilitone hat ihr gerade im Brustton der Überzeugung erklärt, dass Männer genauso eitel wären wie Frauen, besonders Künstler und Homosexuelle, und vielleicht kam Bacon nicht damit klar, dass sich bei ihm schon schwerkraftgläubige Hängebäckchen bildeten, während der 13 Jahre ältere Freud noch nicht einmal zarte Fältchen im Gesicht hatte … Pfui, wie gemein – Nathalie muss sich eine künstlerische Sublimierung eingestehen, Bacon konnte nun einmal die Körperpositionen aus dem Handgelenk malen, an denen sie nun seit über einem Jahr vergeblich arbeitet.

Aber trotzdem, Bacon und Freud waren gut befreundet, und warum hat Bacon einen Freund so gemalt? Wer Freunde hat, die einen dergestalt malen, braucht keine Feinde mehr? Vielleicht war ja Lucian Freud ein genauso begeisterter Glücksspieler wie Bacon, und Bacon hatte Schulden bei ihm, die er mit einem Portrait “abarbeiten” wollte? Aber nein, die ersten Bilder mit zermanschten Gesichtern hat Bacon ja bereits um 1948 gemalt.

Und Lucian Freud war nicht nur der Enkel von Sigmund Freud (was einem wahrscheinlich sowieso den Spaß verdirbt), er war auch ein sehr ernsthafter und sehr beschäftigter Maler, bei dem sich 1969 bereits abzeichnete, dass er sich in England zu einem der angesehensten Porträtmaler des 20. Jahrhunderts entwickeln würde, gezockt hat der sicher nicht.

Freud war also durchaus auch ein Konkurrent zu Bacon, und die beiden haben sich in ihrer über 30-jährigen Freundschaft (die anders als häufig zu lesen schon 1945 begann) regelmäßig gegenseitig porträtierten – bis der gezwungenermaßen eher bodenständige Bacon Mitte der 1970er Jahre die Nase voll hatte vom snobistischen, High-Society-verliebten Freud. Von Bacon ist allerdings bekannt, dass ihm ganz egal war, wer da eigentlich als Person vor ihm saß, ihm ging es nur um die Darstellung des Körpers in Pose, nicht um sein Modell, er wollte es weder wiedererkennbar noch realistisch portraitieren. “Wichtig für einen Maler ist das Malen und nichts anderes”, hat Bacon noch kurz vor seinem Tod 1991 klargestellt.

Also vielleicht doch kein Affront gegenüber einem Freund, und eigentlich sind diese zermanschten Gesichter Gesichter, die schreien, dem Schrei hat sich Bacons doch seit Anfang der 1950er Jahre fest verschrieben? Wollte Bacon mit diesem späten Schrei im Bild in einer Zeit der Übereinkunft mit Freud zumindest ironisch andeuten, dass er eben doch der überlegenere Maler von den beiden sei? Oder hat er seinen Freund Lucian Freud einfach nur benutzt, um ihm einen Schrei abzuringen, mit dem er seinen ganzen Quellenstudien rund um den Schrei die Krone aufsetzte?

Bacon hat sich mit Texten und Bildfragmenten rund um Schreie beschäftigt, er war von Nicolas Poussins “Bethlehemitischem Kindermord” ebenso fasziniert wie von einem Standfoto aus Sergej Eisensteins Film Panzerkreuzer Potemkin, das die gerade durch einen Schuss ins Auge tödlich verletzte Kinderfrau zeigt.

Er legte sogar eine Sammlung medizinischer Fotos an, aus Büchern und Magazinen, Großaufnahmen von verzerrten Münder, Zähnen und allen möglichen Mundkrankheiten. Er soll auch von Georges Batailles Artikel “La Bouche” beeindruckt gewesen sein (von 1930, in der Zeitschrift Documents), in dem der Mund als das Vehikel der bedeutendsten Erfahrungen des Menschen enthüllt wird, ob Nahrung oder Flüssigkeit, Liebe oder Wut, Schmerz oder Vergnügen. Wenn man es so sieht, geht es vielleicht gar nicht um Lucian Freud, sondern um den Schrei an sich, um Zorn oder Schmerz, Furcht oder Lust?

Nathalie schüttelt sich vor Ärger. Sie kann mit diesem Bild einfach nichts anfangen, sicher steht man dem Leben kritisch gegenüber, wenn man dauernd nicht weiß, wie man seine Spielschulden bezahlen soll, und dass zu viel Alkohol nicht gerade fröhlich macht, ist ja auch kein Geheimnis. Viel Gewalt soll Francis Bacon auch erlebt haben, von seinem Vater, von den Aufständlern der irisch-republikanischen Sinn Féin-Bewegung (damals war die auch “politischer Arm der IRA” genannte Organisation noch keine Partei) und wahrscheinlich auch von seinem langjährigen Freund, dem als ebenso depressiv wie gewaltbereit bekannten George Dyer.

Aber kann man das nicht anders verarbeiten ? Das Triptychon ist nach Nathalie Meinung alles andere als das beste Bild von Bacon, auch abgesehen davon, dass beim Betrachter eine depressive Stimmung erzeugt. Verarbeitung schmerzvoller Erfahrungen ist sicher gut, aber können die Künstler ihrem Publikum nicht auch einmal ein wenig Service bieten und die fröhlicheren Seiten des Lebens betonen? Vielleicht hat der Blog-Kommentator doch recht, der neulich das Triptychon als aus drei Blickwinkeln hastig hingeschmiert und vor der hässlichen Hintergrundfarbe schwer zu erkennen abtat?

Der hält aber auch die Werke Jean-Michel Basquiats für mäßig-mittelmäßige Skizzen eines talentierten Siebenjährigen und Mark Rothkos Bilder für langweilige, plattgewalzte Twinkies (kleine längliche Cremeküchlein). Gerhard Richter vermalt seiner Meinung nach frisch in einem Mixer zerkleinerte Frösche und Jackson Pollacks Bilder sieht er als Ergebnis von Aufwärmübungen.

Harte Beurteilungen, unter dem Gesichtspunkt der Meinungsfreiheit sicher nicht zu beanstanden – wenn nur dieser Kommentator nicht gleichzeitig überdeutlich raushängen lassen würde, dass er von von Kunst als Ideengeber für eine kreative Gesellschaft nicht den geringsten Hauch einer Vorstellung hat (er deutet Warhols “mittelmäßiges” Werk als unoriginelle Wiedergabe von Anzeigen, Lichtensteins Bilder als Comic-Kunst, und von Jeff Koons Ballonhunden hat er nur einen einzigen mitbekommen).

Auch wenn man in den Jauchzer von Christie’s-Auktionator Jussi Pylkkänen über die vielen Bieter, die über 20 Millionen für ein Bild ausgeben können, bestimmt nicht unbedingt mit einfallen muss – das ist ungefähr so, als wenn ein nicht des Lesens Kundiger ein Gedicht von Sappho als misslungen bezeichnet, weil ihm die Optik der verwendeten Kola (rhythmische Elementareinheiten) nicht zusagt, oder ein Gedicht von Beaudelaire in Grund und Boden kritisiert, weil es ihm zu viele Strophen hat.

Jetzt bleibt nur noch Eines: Bilden Sie sich selbst Ihre Meinung – hier ist der Link zum Bild:

http://publicdescription.files.wordpress.com/2013/10/bacon2.jpg

WTAWT oder das Gegenteil davon: Three Studies of Lucian Freud (Triptychon)

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Lina Sahne

Moderatorin und Autorin bei Kunstplaza
Passionierte Autorin mit regem Kunstinteresse

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