„Kulturgutschutzgesetz“: Ein schweres Wort, das dem uninformierten Leser nicht gleich die volle Tragweite offenbart. Dahinter steckt eine umstrittene Idee, durch deren Inhalt die Kunstwelt im Augenblick vehement in Widerstand geht.
Kulturgutschutzgesetz
Das Ausmaß der aktuellen Debatte zeigt klar den Stellenwert, der dieser geplanten Gesetzesänderung beigemessen wird, und kann exemplarisch im Twitterstream unter dem Hashtag #Kulturgutschutzgesetz live mitverfolgt werden:
Twitterstream zum Thema Kulturgutschutzgesetz (Auszug vom 16.07.2015, 16:10 Uhr)
Das geplante Kulturgutschutzgesetz von Kulturstaatsministerin Grütters ist im Grunde eine Modernisierung des Kulturgut-Schutzgesetzes. Obwohl die Idee hinter dem Gesetz nach Meinung von BR-Journalisten und des Kunstexperten Stefan Mekiska eigentlich eine ehrenwerte ist, versetzt es die Kunstszene in heftigen Aufruhr und stößt auf erheblichen Widerstand bei Händlern, Sammlern und Künstlern.
Es zielt darauf ab, Kulturgut von nationaler Bedeutung im Land zu halten. Doch es droht, dass dabei die Freiheit des grenzüberschreitenden Austauschs beschnitten wird.
Folgende Beiträge bringen Ihnen die Thematik und deren Zündstoff näher und fassen die zentralen Punkte zusammen:
1) tagesschau.de: Streit über Kulturgutschutzgesetz – Exodus für die deutsche Kunstszene?
Enteignung von Künstlern – oder nötiger Schutz nationalen Kulturguts? An der geplanten Reform des Kulturgutschutzgesetzes scheiden sich die Geister.
Wenn einer der renommiertesten deutschen Künstler der Gegenwart seine Leihgaben an deutsche Museen zurückfordert, muss der Ärger groß sein. Der Maler Georg Baselitz macht genau das, andere Künstler und Kunstmäzene wollen seinem Beispiel folgen – aus Protest gegen die geplante Reform des Kulturgutschutzgesetzes. Sie fürchten, die Rechte an ihren Werken zu verlieren.
Auslöser sind die Pläne von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU), die den grenzüberschreitenden Handel mit Kunst- und Kulturgütern strenger regeln und an EU-Recht anpassen will.
Nun hat Kulturstaatsministerin Grütters ihre Pläne verteidigt. […]
tagesschau.de erklärt, worum es in dem Streit geht.
2) Bayrischer Rundfunk: Kulturgut-Schutzgesetz – Kunsthändler in Panik
Es ist ein politisches Statement: Der Maler Georg Baselitz zieht seine Leihgaben aus den deutschen Museen zurück. Der Grund ist die Modernisierung des Kulturgut-Schutzgesetzes. Es versetzt die Kunstszene in Aufruhr – auch in Bayern.
Ein „Verstoß gegen die Verfassung“, eine „kalte Enteignung“ und eine „himmelschreiende Ungerechtigkeit“. Konrad Bernheimer, einer der bekanntesten europäischen Kunsthändler, spricht mit unverblümter Offenheit, wenn er über die geplante Änderung des Kulturschutzgesetzes spricht. […]
3) RP Online: Analyse – Gesetzentwurf empört die Kunstszene
Das geplante Kulturgutschutzgesetz stößt auf Widerstand bei Händlern, Sammlern und Künstlern. Es will Kulturgut von nationaler Bedeutung im Land halten. Doch es droht, dass dabei die Freiheit des grenzüberschreitenden Austauschs beschnitten wird. […]
4) FAZ: Kulturgutschutzgesetz – Wem wird denn Schaden zugefügt?
Die Kunstwelt steht Kopf. Weil ein Kulturgutschutzgesetz geplant wird, zieht Georg Baselitz Werke aus deutschen Museen ab. Gerhard Richter und die Nachkommen von Max Beckmann erwägen ähnliche Schritte. Wie bedeutend sind Dauerleihgaben? […]
5) Süddeutsche Zeitung: Kulturgutschutzgesetz – Entwarnung für Künstler und Sammler
Staatsministerin Monika Grütters weist Kritik am Kulturgutschutzgesetz zurück. Erste Änderungen gibt es trotzdem: Der Staat wird keine Wohnungen kontrollieren.
Das neue Kulturgutschutzgesetz, derzeit noch ein Referentenentwurf in der Phase der sogenannten Ressortabstimmung, hat eine gewaltige, geradezu brodelnde Aufregung ausgelöst. Kulturstaatsministerin Monika Grütters, die sich seit Wochen für die Gesetzesnovelle stark macht, nimmt die Proteste offenbar nicht leicht.
Auf einer Pressekonferenz am Mittwoch verteidigte sie ein weiteres Mal das Gesetz und ließ bei aller Entschlossenheit doch erkennen, wie sehr sie die Kritik treffe. […]
Inhaber und Geschäftsführer von Kunstplaza. Publizist, Redakteur und passionierter Blogger im Bereich Kunst, Design und Kreativität seit 2011. Erfolgreicher Abschluss in Webdesign im Rahmen eines Hochschulstudiums (2008). Weiterentwicklung von Kreativitätstechniken durch Kurse in Freiem Zeichnen, Ausdrucksmalen und Theatre/Acting. Profunde Kenntnisse des Kunstmarktes durch langjährige journalistische Recherchen und zahlreichen Kooperationen mit Akteuren/Institutionen aus Kunst und Kultur.
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